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Die thierische Eigenwärme und deren Erhaltung
Entstehung
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Einwirkungen zu erkennen. Diesen Thatsachen gegenüber istes nun zn beachten, daß unter geeigneten Verhältnissen einesolche schadenbringende Steigerung der Eigenwärme auch alleindurch innere Ursachen erzeugt werden kann, wenn nämlich dieinneren Wärmeerreger zn stark wirken. Es ist dieses schon imFrüheren von dem Wundstarrkrämpfe (Tetanus) erwähnt worden,bei welchem die heftigen Muskelkrämpfe die Eigenwärme biszum Maximum steigern. Dieser Erfahrung ist nun noch dieErscheinung beizufügen, daß auch andere noch theilweise un-bekannte innere chemische Prozesse die Eigenwärme in hohemund gefährdendem Grade zn steigern vermögen. Dieses istwenigstens gegenwärtig als derjenige Vorgang erkannt, welcherin Begleitung der verschiedensten Erkrankungen beobachtet zuwerden Pflegt und als „Fieber" bezeichnet wird. Seit mandieses erkannt hat, hat man deswegen auch allgemein angesangen,die Höhengrade des Fiebers nach dem Thermometer zu be-stimmen und die frühere Uebnng zu verlassen, nach welcherman die Höhe des Fiebers nach der Zahl der Pulsschläge be-stimmte, welche auf die gleichzeitig mit dem Fieber auftretendeund durch dieses veranlaßte Vermehrung der Herzthätigkeithinwies.

Betrachten wir nunmehr die Einwirkung einer zu niedrigenäußeren Temperatur auf den lebenden Organismus, so fällt unsvor allem ans, daß die Eingriffe, welche dem Organismus vondieser Seite her drohen, viel beträchtlicher sein müssen, als die-jenigen, welche er von der entgegengesetzten Seite erfahren kannund zwar deswegen, weil der Unterschied zwischen der äußerenTemperatur und der Eigenwärme des Körpers ein sehr be-deutender werden kann. Rechnen wir als höchsten Kältegradin unserem Klima nur minus 25°, so ist dieser immer noch35° unter dem Minimum der dem Organismus zuträglichenäußeren Temperatur und 62 ° unter der Eigenwärme des Körpers.

Sammlung. N. F. VI. 123. 2 (US)