gestört. Bei höherer als Ms 20" wird dem Körper zu wenigWärme entzogen und bei einer solchen von über 37° wird ihmsogar noch Wärme von außen mitgetheilt; — bei niederer alsplus 10° dagegen und gar bei einer solchen unter dem Gefrierpunktwird ihm zu viel Wärme entzogen, ohne daß er im stände ist,den Abgang genügend zu ersetzen.
Die hier angegebenen Zahlen sind indessen nicht so an-zusehen, als ob sie absolut genau gewisse Grenzen anzugebenim stände wären. Sie können vielmehr nur eine annäherndeGenauigkeit haben, weil in ihrer Aufstellung nur die Temperaturder äußeren Luft allein maßgebend ist, während doch noch andereVerhältnisse derselben in Verbindung mit der Temperatur einenEinfluß auf den Organismus geltend machen, nämlich ihre Be-wegung und ihr Wassergehalt (Feuchtigkeitsgrad).
Ist die Luft bewegt, d. h. trifft den Körper mehr oderweniger Wind oder Durchzug, so ist die Folge davon, daßimmer wieder neue kühlere oder kältere Luft mit seiner Ober-fläche in Berührung tritt und ihm Wärme entzieht und zwarum so mehr, je mehr die Luftströmung, die Kleider durchdringend,in die unmittelbare Nähe der Haut gelangen kann. Ein steterWechsel der Luft befördert ferner auch die Verdampfung derbeständig an die Oberfläche der Haut hervortretenden leichtenWasseransscheidung und wirkt auch dadurch wärmeentziehend.— Bewegte Luft vermehrt daher den Eindruck kälterer äußererTemperatur und vermindert den Eindruck wärmerer. Die Grenzender dem Organismus angemessenen Lufttemperatur werden da-durch nothwendig etwas nach oben verschoben und dürften dannetwa auf 15° bis 25° anzunehmen sein statt ans 10° bis 20°.
Als regelmäßiger Bestandtheil der Atmosphäre ist außerden dieselbe bildenden Gasen (Sauerstoff und Stickstoff), sowieetwaigen zufälligen Beimengungen stets noch eine gewisse Mengevon Wasserdampf in Gasgestalt zu finden. Von dieser Thatsache