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Blutmenge besitzt und starke Muskelbewegung ausführt. Beweisdafür liefert die tägliche Erfahrung, daß eine reichliche Mahlzeiteine stärkere allgemeine Erwärmung zur Folge hat und daßuns bei starker Mnskelthätigkeit sehr warm wird. Direktersprechen dafür die Thatsachen, daß nach stärkeren Blutverlusten,z. B. nach Verwundungen, die Eigenwärme von 37° bis auf35Vs° sinken kann, — und daß andererseits bei dem Wundstarr-krampf, in welchem in rascher Folge eine Reihe heftigster all-gemeiner Krämpfe den Patienten befällt, dessen Eigenwärme bisauf 42° und darüber bis zum tödtlichen Maximum steigen kann.Den schlagendsten Beweis dafür, daß wirklich gute Ernährungund Mnskelthätigkeit die Hauptquelle der Eigenwärme sind,liefern aber die Versuche von CHossat, welcher Thieren Nahrungund Möglichkeit der Bewegung entzog und dann fand, daß beidiesen schon in sehr kurzer Zeit selbst bei einer Lufttemperaturvon plus 12° bis 18° die Eigenwärme auf das tödtliche Minimumvon 25° hinabging.
Der Organismus erzeugt also beständig eine je nach Um-ständen etwas größere oder etwas geringere Eigenwärme, welcheim beständigen Austaufchverkehr mit der Temperatur der um-gebenden Luft steht, und da diese letztere als Regel niedrigerist als die Eigenwärme, so wird dieser Verkehr vorzugsweisedarin bestehen, daß Eigenwärme nach außen abgegeben wird,wodurch sich auch die bekannte Erfahrung erklärt, daß überfüllteZimmer und namentlich Tanzlokale, in welchen lebhafte Muskel-thätigkeit geübt wird, gar bald unangenehm warm werden.
Wie schon erwähnt, ist eine Lufttemperatur von plus 10°bis 20°für den Organismus die gedeihlichste, d. h. bei dieser findet eineArt von Gleichgewicht in der Weise statt, daß die Quellen derEigenwärme genügen, den Abgang, welchen die um 20° bis 25°kühlere Luft dem Körper entzieht, vollständig zu ersetzen. — Beihöherer oder niederer Lufttemperatur ist indessen dieses Gleichgewicht
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