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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
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wohlthätige Geister schweben. O, der muß nie nach einerschweren Sonntagswanderung sich an des Brunnens Kühle gelabthaben, der das nicht Mitempfinden kann."^

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Und es ist war, die Brunnen sind, gleich anderen Werkenvon vorwiegend Praktischer Bestimmung, in ihrer künstlerischenAusschmückung vortreffliche Gradmesser für das Kunstbedürfnißund die Kunstrichtung eines Volkes und zugleich Spiegel derjeweilig herrschenden Kulturströmung.

Bezeichnend ist es daher, wenn in der Schweiz im sech-zehnten Jahrhundert in den reformirten Gegenden auch dieZünfte anfingen, sich eifrig an der Aufstellung schöner Brunnenzu betheiligen. Solche waren u. a. die Brunnen in der Riehen-thorstraße zu Basel, zum ehemaligen Zunfthause der Rebleutegehörig, und derjenige des Venner in der Marktgasse zu Bernvor dem früheren Zunfthause der Büchsenschützen. Wie dieZünfte bis dahin in den Kirchen gemeinschaftliche Kapellen oderAltäre gestiftet hatten mit werthvollem Altargeräth, Voliv-bildern und Glasscheiben, um ihren Reichthum zu zeigen, sostellten sie diesen sjetzt in reich verzierten Zunfthäusern mit oftkostbarem Geräth und schönen Glasscheiben und auch in Brunnenzur Schau. Es ist die Nord-, Mittel- und West-Schweiz, woin der Blüthezeit der Renaissance die schönsten Brunnen erstelltwurden; aber es sind hauptsächlich die westlich gelegenen Kantone,in denen wir sie noch heute finden?"

In seinenBasler Stadtbildern"^ giebt uns F. A. Stöckereine Abbildung des Fischmarktbrunnens zu Basel und führt an:Man würde diese sanft geschweiften Figuren, sagt Rahn inseiner Geschichte der bildenden Künste in der Schweiz, mit ihrensüß lächelnden Mienen und den langen schmiegsamen Gewändernunbedenklich für Werke des vierzehnten Jahrhunderts halten, wennnicht ein urkundliches Zeugniß den späteren Ursprung verbürgte."

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