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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
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Sinn hauptsächlich auf das Reiche, das Frische, das Sprudelndegerichtet war. Und dem leiht Worte C. F. Meyers:

Der Springquell plätschert und ergießtSich in der Marmorschale Grund,

Die, sich verschleiernd, überfließtIn einer zweiten Schale Rund;

Und diese giebt, sie wird zu reich,

Der dritten wallend ihre Fluth,

Und jede nimmt und giebt zugleich,

Und alles strömt, und alles ruht."

Es war das gleiche Verlangen, zu der Natur in eininnigeres Verhältniß zu treten, das sich, wie wir in der Folgesehen werden, auch in dem Kultus der Gärten ausspricht, einSehnen, welches später die Gemüther vergewaltigen sollte undwelchem der Dichter, da dasselbe auf deutschem Boden den Höhe-punkt erreicht hatte, so tiefen Ausdruck giebt:

Ich weiß nicht, ob täuschende Geister um diese Gegendschweben, oder ob es die warme himmlische Phantasie in meinemHerzen ist, die mir alles ringsumher so paradiesisch macht. Daist gleich vor dem Orte ein Brunnen, ein Brunnen, an den ichgebannt bin, wie Melusine mit ihren Schwestern. Du gehsteinen kleinen Hügel hinunter und findest dich vor einem Gewölbe,da wohl zwanzig Stufen hinabgehen, wo unten das klarsteWasser aus Marmorfelsen quillt. Die kleine Mauer, die obendie Einfassung macht, die hohen Bäume, die den Platz rings-umher bedecken, die Kühle des Ortes, das alles hat so wasAnzügliches, was Schauerliches. Es vergeht kein Tag, daß ichnicht eine Stunde dasitze. Da kommen dann die Mädchen ausder Stadt und holen Wasser, das harmloseste Geschäft und dasnöthigste, das ehemals die Töchter des Königs selbst verrichteten.Wenn ich dasitze, so lebt die patriarchalische Idee so lebhaft ummich, wie sie, alle die Altväter, am Brunnen Bekanntschaftmachen und freien, und wie um die Brunnen und Quellen

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