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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
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sondern auch erhellte. Um ihn sammelte sich daher, sobald dasDunkel herabgekommen, die ganze Familie; Jeder hatte umdiesen Mittelpunkt des Hauses seinen bestimmten Platz.

Im allgemeinen aber wiesen die Wohnstuben des sechzehntenJahrhunderts nicht weniger als vier Hauptformen der Feuer-stätte ans: Kamin, gemauerte Oefen, Kachelöfen, Eisenkachelöfen.Nimmt man hierzu die kleinen beweglichen Abarten, als dasind Feuerkieke (Gluthhund") und Wärmtöpfe, welche zur Unter-stützung des Kamins herbeigeholt wurden, so muß man zugeben,daß es an Vorkehrungen, dem leidigen Froste trotzen zu können,nicht fehlte.

Wir würden aber sicherlich irren, wenn wir bezüglich derErwärmungsmittel auf eine entsprechende Reihe von Uebergängeninnerhalb jeder einzelnen Wohnstube schließen wollten, wie sichdenn Kamine, welche schon im Anfänge des Jahrhunderts vonden Oefen überflügelt waren, trotzdem an vielen Orten behaup-teten. In jenen Tagen war es ja eben, da in den südlicherenLändern die Kamine ihren Ruf als die anmuthigsten Bestand-theile der Stube erlangten, als die Stelle, auf welche der meisteLuxus verwandt wurde. Und der Vorgang mußte nothwendiger-weise auch auf den Norden von Einfluß sein, zumal da dieRenaissance auf dem Wege über das weltfrachtfahrende Hollandihren Einzug gehalten hatte?"

Von allen Möbeln der nordischen Stube zog sofort dasmächtige Himmelbett die Aufmerksamkeit des Eintretenden aufsich und verdiente sie; denn wie eine Stube in der Stube be-herrschte es das Ganze, ein Zeuge des Wohlstandes und Ge-schmackes der Bewohner, das Vorbild, das sich ihnen im stillenbot, wenn es sich-darum handelte, das ganze Zimmer zumFeste zu schmücken. Nicht ohne Grund machte es den Eindruck,daß es etwas mehr vorstelle, als ein bloßes Möbel; und dieZeit, da es, ein Staat im Staate, wirklich ein besonderes kleines

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