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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
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Ich fahre, ich weiß nicht wohin,

Mich wundert, daß ich so fröhlich bin!

Der Vers gefällt mir ungemein, und ich kann ihn nichtohne Freude denken, wenn ich spazieren gehe.

Es erinnern uns jene Inschriften aber auch an die reich-geschnitzten Häuser Goslars aus dem fünfzehnten, sechzehntenund siebzehnten Jahrhundert.

Einen fast rührenden Eindruck machen diese so vielfach undso zierlich geschnitzelten Häuser, jedes wieder anders, mit allenihren schönen und holdspielenden Formen, ihren Karyatiden,Sirenen, Drachen, Löwen und Bären, ihren Palmetten, Rosetten,Wappen, Sänlchen, ihren fröhlichen Früchten und Blumen-gewinden und harmlosen Bildwerken, und dazwischen schlingensich noch, der ganzen stillheimlichen Pracht die Weihe desGeistes gebend, edle Sinnsprüche hindurch, selbst wieder alsZierden in schöngehaltenen Zügen:

Ich bin jungk gewesen und alt worden und habe noch nie gesehen.Den Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen".

Laßt uns das Zeitliche verachten,

Und nach dem ewigen Gute trachten. 1585."

Ein jeglich Haus wird von Jemand bereitet,

Wer aber alles bereitet, ist Gott. 1679." ^

Wir betreten die nordische Wohnstube.Schornstein" warder vornehmere Name für die Feuerstätte derselben. Gleich-bedeutend mit Dem, was man heutigen TagesKamin" heißt,nahm er in der Stube einen Ehrenplatz ein und war unleugbarein wahrer Segen im Vergleich mit den altenRauchöfen",welche den Rauch im Zimmer zurückließen. Bedeutend nahm» er sich dabei aus mit seiner steinumsetzten Thüröffnung undallem seinen traulichen Zubehör von Feuereisen, Feuergabel,Kohlenschanfel und Blasebalg. Und der Schornstein oder Kamingewährte den Vortheil, daß er die Stube nicht nur erwärmte,

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