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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
Entstehung
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Zimmer, einen Alkoven mit festen Wänden, mit Decke undThüre, ausgemacht hatte, war in Erinnerung verblieben. Ja,noch im Jahre 1593 heißt es von einem Manne zu Bergen,welcher ungestört zu sein wünschte:Er schloß seine Bettthürezu und schlug einen langen Eisenhaken vor."

In der Regel waren jedoch nur die Pfosten und Rahmendes Bettes von Holz; das Dach und die Seitenwände wurdenaus dem Umhang gebildet. Letzterer machte dann nach außenden wichtigsten Bestandtheil des Bettes aus und war daherauch Das, worauf das Meiste verwandt wurde. War er völligso, wie es sich gehörte, so bestand er wenigstens aus dreiStücken: oben der Himmel, rings um denselben ein Umhangmit herabhängenden Fransen und Quasten und endlich dereigentliche Vorhang oder die Gardine (Spärlagenet). Diesewar entweder in zwei Theile getheilt, zwischen welchen manins Bett hineinsteigen konnte, oder er bestand aus einem Stücke,welches sich auf Ringen zur Seite ziehen ließ.

Schwache Spuren weisen darauf hin, daß im Anfänge dessechzehnten Jahrhunderts, da die Leinwand noch als Kostbarkeitgalt, weiße Umhänge als das Schönste erachtet wurden. DieserGebrauch wurde bald verdrängt durch die überwiegende Vorliebeder Zeit für das Bunte. Brandgelbe, grüne, hochrothe Vorhängekamen in Mode. Der benutzte Stoff war anfänglich Wolle oderBaumwolle. Schon im Jahre 1524 aber hören wir von Seiden-gardinen im Gebrauche des Mittelstandes; und um die Mittedes sechzehnten Jahrhunderts verlangte der gute Ton, daß ineinem wohlhabenden Bürgerhause das Bett mit silberdnrch-wirktem Damast oder mit Zeug aus einer der berühmten Fabrikenvon Arras oder doch wenigstens aus Nürnberg verhängt sei.In Zürich war schwarzerArriß" beliebt."

Es klingt fast unglaublich, was an Stoff für einen Vorhangaufging. Ein Bett, welches die Königin Katharina von Schweden

Sammlung. N. A. VI. 1S1. 2 (SS7)