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Wappen darein. Diese Sitte machen gleichmäßig auch Städte,Klöster, Zünfte, Schützengesellschaften und Private mit. DieGesellschaft der Zeit ehrt und unterstützt sich gegenseitig, setztsich mit diesen Schenkungen selbst Denkmäler. Bei dem Ver-gnügen, das man beiderseits, in der Stellung des Gebers sowohlwie in derjenigen des Empfängers, an diesem Sporte findet,wird an der ursprünglichen Requisite „Neubaute" nicht strengefestgehalten; auch kleinfügige Aenderungen am alten Hausewerden zum Anlaß der Schenkung genommen. Zwei Jahr-hunderte werden diese Schenkungen hinüber und herüber gegen-einander ausgespielt. Im großen und ganzen geht es in derzweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts damit zu Ende"?
Von den Fenstern schweifte der Blick zu den Wandsprüchen,zu den Inschriften der schnitzwerkreichen Häuser des Nordenszumal, welche sonderlich in Bibelsprüchen und Versen erbaulichenoder geschichtlichen Inhalts bestanden. Zu der letzten Gattunggehörten im Norden vor allem Angaben von Feuersbrünsten,deneir^das Haus oder die Stadt ein Opfer gewesen. Unter denInschriften von mehr allgemeinem Inhalte gab es solche, diedem damaligen Geschlechte besonders zusagen mochten und daheröfter Platz fanden. Es waren dies vorzüglich die zwei Zeilen:
„Gott helfe uns, so bauen und wohnen hienieden,
Daß wir erlangen den ewigen Frieden."
So sind auch die Sinnsprüche an Blockhäusern imschweizerischen Prättigau zumeist erbaulichen Inhalts:
„Ich laß es Gott walten. 1575."
„Hab Gott lieb in allen Dingen,
So mag dir nit mislingen. 1575."
Sie gehören zum Charakter der Wohnhäuser, diese Sprüche:
„Die der WandersmannVerweilend liest und ihren Sinn bewundert."
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