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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
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hier gearbeitet hat. Man betrachte, um einen Begriff von derFeinheit der Zeichnung zu erhalten, das Mittelstück der Decke,die Wappen; man studire die sinnige Anordnung, wodurch diegegebene Form des Zimmers verdeckt wird, man bewundere dieGenauigkeit, mit welcher die einzelnen Verzierungen, z. B. derZahnschnitt des Frieses, gearbeitet sind, man staune ob desprächtigen, verschiedenen Holzes, durch welches auch in der Farbedie lebendigsten Effekte hervorgebracht werden?

Einen sonderlich eigenen Eindruck auf den Beobachter unsererTage würden die Fenster des nordischen Hauses während dessechzehnten Jahrhunderts machen.

Es war Sitte, Jahreszahl, Namen, Figuren den Scheibeneinzubrennen, aufzumalen oder auch Scheiben mit verschiedengefärbtem Glas einzusetzen. Ein solches buntes Bild diente nichtallein als Zeugniß für die Kunstfertigkeit des Meisters selbst,sondern es bezeugte auch den Reichthnm und den Geschmack desBesitzers. Auch war es Brauch, solche Fensterscheiben als Ge-schenke bei Hochzeiten oder bei Richtfesten zur Einweihung einesneuen Hauses zu verwenden. Wie heutigen Tages die Photo-graphien, erinnerten sie an den Geber, indem sie, wenn auchnicht sein Bild, doch dessen Namenszug oder Wappen zeigten.

Die Sitte der Fensterschenkung blühte in keinem Lande so,wie in der Schweiz, zumal im sechzehnten Jahrhundert.Während die eidgenössischen Stände vorher und nachher neuentstehende, öffentliche und private Bauten in ihren eigenenGebieten wie außerhalb der Schweiz mit Beisteuern, größerenund kleineren, unterstützten, auch nebenher Geld und Baumateria-lien zum gleichen Zwecke verabreicht wurden, bildet sich gegenEnde des fünfzehnten Jahrhunderts als stehende Sitte eineeigenthümliche Art der Beschenkung neuer Bauten heraus: dieSchenkung von Fenster und Wappen. Das heißt: man zahltein Fenster und schenkt sein in Glasmalerarbeit ausgeführtes

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