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zum angenehmen Versammlungsplatz der Hausbewohner beiihren täglichen Mahlzeiten. Hier blendet uns sofort das„Blattengestell" (Geschirrrahmen), denn auf ihm spiegelt sichdas blankgescheuerte Zinngeschirr, bestehend aus Platten undSchüsseln für alle Zwecke.
Von hier geht es in die Wohnstube. Welch eine Füllevon wohlthuenden Eindrücken überrascht uns dal Zunächstrichtet sich unser Auge nach der langen Fensterreihe, deren über-spannte Bogen von einem kunstreich in Stein gehauenen Mittel-pfeiler gestützt werden. Durch die in Blei gefaßten, rundenoder vieleckigen Scheiben schweift unser Blick nach dem ehr-würdigen Rathhause gegenüber oder hinab in das bunte Gewühldes Marktes zu unseren Füßen. Und schauen wir zurück indas Innere der Stube nach den mit zierlichem Schnitzwerk ver-täfelten Wänden! Auf der einen Seite gegen die „Laube"erregt unsere Bewunderung der mächtige Ofen aus glasirten,einfarbigen oder bunt bemalten Kacheln. Seine untere Hälfte,auf einer von kurzen Säulen getragenen Steinplatte, hat dieForm eines Würfels; die obere ist sechseckig. Längs denWänden laufen Bänke oder vielmehr Kisten mit beweglichenDeckeln, zum Sitzen mit Bank„küssi" (-Kissen) belegt. Eine langeBank gegenüber den Fenstern nimmt das Büffet ein. In seinerMitte steht auf „gewürkter Tecki" (gewirkter Decke) ein irdenesGeschirr mit Henkeln, dessen frisch gepflückter Blumenstraußköstlich duftet. Die oberen Absätze sind mit zinnernen Beckenund Schalen ausgestattet.
Wir gehen weiter in die Jungfrowen-Kammer, welche dendienstbaren Geistern des Hauses angewiesen ist. Ihr warennur die nothwendigsten Geräthe zugetheilt, eine „ufgerüste"Bettstatt mit einer „Federstecki", ein „Spanbett" mit einemLaubsack und zwei „Teckinen".
Zum letzten Raume im ersten Stockwerk, dem sogenannten
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