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einen Seite das allgemein Menschliche, der Völkergedanke nachBastianschein Ausdruck, der uns das Walten großer sozialerGesetze im Leben der Menschheit hat erkennen lassen, auf deranderen die spezifischen, geschichtlich bedingten Nüancirnngen,ein biologisches Widerspiel, das jedem naturwissenschaftlichenForscher auf seinem Gebiete geläufig ist und sich ebenso wirksamim großen Gebiete des Völkerlebens erweist.
Das ist in großen Zügen die Methode der Ethnologie, wiesie unter den fleißigen Händen ihrer Vertreter sich immer mehrbefestigt. Daß trotz des riesigen, noch immer mehr anschwellen-den Materials noch Lücken in der Beweisführung bleiben,Probleme, die zur Zeit noch ihrer Lösung harren, versteht sichvon selbst, und es ist unfraglich rathsamer, diesen Thatbestandrückhaltlos anzuerkennen, als sich mit glänzenden, aber unsicherenHypothesen und Schlußfolgerungen darüber hinwegzutäuschen.Bastian hat diesen Muth überall gezeigt, ganz besondersgegenüber manchen naturwissenschaftlichen Trugbildern, welchenamentlich in darwinistischen Kreisen sich großer Beliebtheiterfreuen. Vor Jahren hatte der Altmeister der Ethnologiemit Häckel einen heftigen Kampf in dieser Beziehung zu bestehenund in allen seinen Schriften kehrt dieser Protest gegen dieverhängnißvolle Verquickung exakter Beobachtung und spekula-tiver Dichtung wieder. Vor allem sind es die voreiligenGeneralisationen betreffs der nebelumsponnenen Anfänge dergroßen psychischen Schöpfungen des Menschengeistes: Religion,Recht und Sitte, welche diesen Widerspruch Herausforderin DieUrsprünge gehören in das mit Recht verpönte Gebiet derMetaphysik, von dem sich die nach strenger Induktion arbeitendeNaturwissenschaft billigerweise doch fernhalten sollte. „In allenNaturgegenständen räthselt das Denken an sich selbst herum, anden Problemen eigener Existenz im Dasein. In mehr oder wenigerbewußtem oder unbewußtem Gefühl einer solchen, menschliche
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