Druckschrift 
Adolf Bastian
Entstehung
Seite
20
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des Organismus von seiner Umgebung, den natural snvirvn-insnts, dem nnlisu oder inonäo aindlant, wie der technischeAusdruck lautet. „Der leitende Grundsatz (so begründet unserGewährsmann seine Ansicht weiter) für geographisch-typischeProvinzen fällt in die Abhängigkeit des Organismus von seinergeographischen Umgebung (io iniliou oder inonclo runbiant,), ineine gegenseitig festgeschlossene Wechselwirkung, also in Natur-gesetze, mit denen sich rechnen läßt. . . . Die Thatsache solcherAbhängigkeit, dieH Wechselwirkung zwischen Organismus undseiner Umgebungswelt liegt praktisch bewiesen vor in denExperimenten über Acclimatisation bei Pflanzen und Thieren, sodaß der Analogieschluß auf ein ähnliches Verhältniß bei denMenschen jedenfalls gewagt werden kann" (Zur Lehre der geo-graphischen Provinzen S. 6.). Diese Beziehung mußte zunächstrein äußerlich von der meteorologischen Seite her untersuchtwerden (hauptsächlich käme hier das Moment des Klimas zurGeltung), sodann betreffs der zoologischen und anthropologischenPhysiognomie, wo die Anpassung, die wechselnden Existenz-bedingungen, unter denen ein Volk zu leben gezwungen ist, undendlich bestimmte anatomische Eigenthümlichkeiten eine maß-gebende Rolle spielen. Natürlich ist das 'Verhältniß dieseräußeren Faktoren zu dem Charakter des betreffenden Stammesoder Volkes nicht immer ganz klar. „Wie die physikalischenEinflüsse der Umgebung bis auf mancherlei Detail im physischenHabitus des angearteten Volksstammes nachweisbar sein mögen,so klingen sie auch entfernter nach im psychischen Charakter und inden Sitten und Gebräuchen, mit denen derselbe sich gegenseitigbedingt. Eine in ihrer Bergfeste gegen ringsum drohende Feindeisolirte Gemeinde wird zu innerer Einigkeit, zur Einhaltungstrengster Rechtlichkeit im eigenen Kreise durch die Noth schongezwungen sein, dagegen zu gleich harter Strenge in Abweisungjedes Außenstehenden und Entbindung aller Verpflichtungen ihm