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plötzlichen Eingriff fremder Kultur widerstandslos zusammen,brechen sogleich in ihrer Totalität physisch und psychisch; siesterben also aus, auch der physischen Existenz nach. Resistenz-fähigere Rassen dagegen erweisen sich manchmal kräftig genug,den ersten Stoß zu überstehen, und wenn sie sich von der Er-schütterung erholt haben, mögen wohlthätigste Wirkungen der-selben sich zeigen, indem manche bisher schlummernde Strebungenin Fluß gekommen sind; und wenn es dann gelingt, die höherenIdeen, welche die Civilisation zuführt, im nationalen Bewußtseinzu assimiliren, würde, ethisch genommen, eine Veredelung zukonstatiren sein. Für die Zwecke der Ethnologie hingegen liegtauch hier ein Verlust vor, der Fall eines Unterganges odereines Psychischen Anssterbens, wenn man will" (Vorgeschichteder Ethnol. S. 64.). Oder wie er an anderer Stelle sich aus-drückt: „Bei den Naturvölkern mag in jetziger Krisis, wiewenige Beispiele leider genugsam beweisen, ein einzig kurzesJahr den Unterschied machen zwischen urältest echt und halb-werthlos modern. Welche Geschicke, Mischungen und Ver-änderungen die Völker vor ihrem Bekanntwerden in der Ent-deckung bereits durchgemacht haben mögen, bleibt für die Haupt-aufgabe der Ethnologie zunächst gleichgültiger, so lange sie sichim Ansdruck der geographischen Wandlungswclt berühren, unterhergestelltem Abgleich mit derselben, als Produkt der anthro-pologischen Provinz. Sie besitzen dann für ihre psychischeOrganisation dieselbe Bedeutung (psychophysisch und psychologisch),als ob wir in der botanischen Provinz dort jene neue Pflanzen-spezies angetroffen hätten oder ähnliche Bereicherung derSammlungen in der zoologischen. Die Ethnologie hat nunaber, um ihre naturwissenschaftliche Behandlung durch die In-duktion zu ermöglichen, solche ethnischen Geistesorganismenzu sammeln, möglichst typisch originell in sämtlichen Variationen,um dann mit den Differenzen ihre Differenzialgleichungen an-
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