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Adolf Bastian
Entstehung
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ungeschliffene Stein unter Umständen von weit höherer Bedeutungfein kann, als die aus solchem Stein gefertigte Figur, wie diemit den Füßen getretene Flechte vielleicht für die Pflanzen-physiologie reichere Erläuterungen einschließt, als die duftigeBlume, so mag auch mancher Brauch, mancher Gedanke deseinfachen Naturvolkes, gerade weil in dieser Einfachheit um sodurchsichtiger, für die vergleichende Psychologie der Zukunft vonhöherer Bedeutung werden, als die komplizirten Ornamentefortgeschrittener Kulturen. Da sich nun im voraus die Trag-weite nicht abschätzen läßt, so muß zunächst der Grundsatz gelten,um nicht etwa in dem Unscheinbaren das quantitativ Kostbarstezu übersehen, zunächst alles zu sammeln, anthropologisch undprähistorisch sowohl wie ethnologisch" (Vorr. zu Heilige Sageder Polynesier S. 8.). Daß auch diese bloße Rubrizirung ihregroßen Bedenken hat, ist klar, vor allem ist der Standpunktdes Reisenden selbst sehr ausschlaggebend, von dem eben einemöglichst peinliche Objektivität gefordert werden muß. Aberauch unter diesem Vorbehalt ergiebt sich die Konstatirung derrelevanten Thatsachen (abgesehen von den gelegentlichen bös-willigen Täuschungen seitens der Eingeborenen) durchaus nochnicht so ohne weiteres, wie der erfahrene Reisende selbst gesteht:,,Die Existenz der Naturvölker ist nur eine ephemere für uns,d. h. so weit sie unsere Kenutniß und unsere Beziehungen zuihnen betrifft, soweit sie also für uns überhaupt nur vorhandensind. Mit dem Augenblick, der sie uns kennen lehrt, weht derTodesengel sie an. Von ihm geschlagen, tragen sie fortan denKeim des Unterganges in sich. Es ist damit nicht zugleichschon der physische Untergang gemeint. ... Dagegen gilt dieserUntergang ausnahmslos stets und überall im psychischen Sinneals die nothwendig zwingende Folge aus dem im Berührungs-momente mit der Civilisation ursächlich gegebenen Anstoß. . . .Manche der schwachen Naturvölker sinken beim unvermittelt

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