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Adolf Bastian
Entstehung
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Lückenlosigkeit zu beschaffen. Es bedarf freilich geringen Nach-denkens, wie diese Forderung, im strengsten Sinne verstanden,nur ein frommer Wunsch bleiben kann. Abgesehen von denfrüheren geschichtlichen Umwälzungen, welche ganze Kulturenbis auf wenige versprengte Trümmer rettungslos vernichtethaben, abgesehen auch von den absichtlichen.Zerstörungen ein-zelner Fanatiker, die sich frevelhaft an der Vorgeschichte ihreseigenen Geschlechts vergangen haben, ist es für unsere Zeit be-sonders der alle Originalitäten nivellirende Zng unserer inter-nationalen europäischen Civilisation, die verheerend gewirkt hat.Immerfort läßt deshalb Bastian seine mahnende Stimme er-schallen, noch bei Zeiten zn retten und zu bergen, was alseigenthümliche geistige Schöpfung irgendwo auf dem Erdballangetroffen wird, und er selbst hat wohl, wie kein Anderer, dazubeigetragen dieser Stnrmfluth die kostbaren Materialien einerzukünftigen Geschichte der Menschheit zn entreißen. Als er imJahre 1880 von seiner erfolgreichen Reise nach Polynesienzurückgekehrt war, wo es ihm durch die Gunst des KönigsKalakaua gelungen war, einen tiefen Einblick in das verschlungeneGewebe der polynesischen Mythologie und Kosmogonie zuwerfen, berichtete er in einer fast resignirten, wehmüthigenStimmung dem Anthropologischen Kongresse in Berlin über seinedortigen Eindrücke: „Ueberall auf meiner jetzigen Reise, mehrnoch als auf den früheren, bin ich unter Trümmern und Ruinengewandert. Nicht nur den monumentalen, die als schweigendeZeugen dastehen versunkener Kulturen, deren Räthselwort nochnicht gesprochen ist, sondern auch leichter ephemerer Gebilde,die, wenn einmal zerfallen, für immer dahin gegangen unduns unwiderbringlich verloren sind. Daß in diesen Sachennichts u priori als unscheinbar verworfen werden darf, daß eshier kein Kleines und kein Großes giebt, brauche ich Ihnen alsMännern der Naturforschung nicht zu sagen. Wie der rohe

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