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dritte, Margaretha, die Stammmutter der Familie Herwarlhvon Bittenfeld wurde, und zwei Söhne, Haus und Siegmund.Diese beiden widmeten sich der Malerei: der erstere ist unterdem Namen Hans Holbein der ältere einer der tüchtigstenMeister der älteren deutschen Kunst geworden. Einen besserenLehrmeister konnte der junge Hans sich nicht wünschen, und erhat sich auch den Vater zum Vorbild genommen. Schon frühemag der Knabe durch sein unverkennbares Talent dem Vaterzur größten Freude gereicht haben, besonders wenn wir derSage Glauben schenken dürfen, welche in drei Figuren auf derBasilika des heiligen Paulus das eigene Bildniß des Künstlersmit seinen beiden Söhnen erkennen will. Da steht MeisterHoldem, so redlich, bescheiden und treu, der Taufe des ApostelsPaulus zusehend, zu dessen Verherrlichung er die Tafel gemalt,vor ihm die Söhne, auf deren kleineren, unseren Haus, derkaum älter sein kann, als vier Jahre, er mit solch innigerVaterfreude hinweist, als wollte er uns sagen, daß der gewißeinmal etwas recht Tüchtiges leisten und seiner Familie Ehremachen werde in dieser ihrer Kunst.
Nächst dem Vater ist aber noch ein anderer Künstler aufHolbeins Entwickelung von erheblichem Einstuß gewesen: HansBurgkmair. Schon diesen zog ein ganz anderer Geist an, alsderjenige war, der bis dahin bei den Augsburger Malern ge-wirkt hatte. Seiner Heimath Augsburg lag die Straße nachdem Süden zu nahe; von ferne erblickte man hier die weißenHäupter der Alpen, zu denen hin die Kaufleute zogen und vonwo sie reich beladen zurückkehrten, aus Italien, woher allesNeue und Schöne kam. Auch Burgkmair lockte es zur Voll-endung seiner Studien nach diesem Wunderland. Als er imJahre 1508 zurückkam, war der junge Holbein 13 Jahre,bei seiner frühen Entwickelung alt genug, um für Neues undGroßes empfänglich zu sein. Glänzende Vielseitigkeit, sichere
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