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Ausbau des Rathhauses, zu welchem die eingerissene Schuleund der Friedhof der vertriebenen Juden größtentheils dasMaterial liefern müssen. 1456 wird dasselbe Gebäude miteinem nach allen Seilen hin durchsichtigen Thürmlein versehenund bald darauf außen mit lustigen Gemälden geschmückt.1501 wird das große Zeughaus, 1505 das Kornhaus hinterSt. Moriz, an dessen Stelle das jetzige Zeughaus steht, gebaut.Zünfte und Geschlechter richten sich ihre Trinkstuben her. Tanz-Häuser der Patrizier werden gebaut und, wenn sie abbrennen,wieder erneuert; 1508 wird der erste öffentliche Brunnen ausbehauenen Steinen vom Baumeister Burkhart Engelberger an-gelegt.
Von keinen Bauunternehmungen ist soviel die Rede, alsvon denen, welche Zwecken der Befestigung dienen; denn jemehr der Wohlstand der Reichsstadt wächst, desto stolzer mußsie ihr Haupt erheben, desto sorgfältiger auf Schutz und Ver-theidigung bedacht sein. Basteien werden angelegt, Thürme anden Thoren errichtet oder ansehnlich erhöht, die Mauern aus-gedehnt und gebessert. Doch auch dem Verkehr werden, wo esan der Zeit ist, Zugeständnisse gemacht; schon 1454, wo esmit Ausnahme der hussitischen Bewegung ganz ruhig ist, läßtder Rath bei verschiedenen Thoren die alten Zugbrücken durchgewölbte Steinbrücken ersetzen.
Gleich zu Anfang des 16. Jahrhunderts beginnen die Ein-flüsse italienischer Renaissance in der Architektur der Stadt sichgeltend zu machen. Die öffentlichen Bauten sind späterhin vonHoll im Stile der späteren Renaissance umgebaut worden; siegeben daher zur Beleuchtung der älteren Architektur kein Materialan die Hand. Auch von Privatbauten ist außer dem Fugger-und Welserhaus und dem Maximilian-Museum wenig mehrvorhanden. Das Innere des Fuggerhauses bewahrt noch Spurenursprünglicher Pracht. Besonders glänzend muß der erste Hof
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