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Eine deutsche Stadt im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance
Entstehung
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Wissenschaft, in der Kirche, auf dem Gebiete des staatlichenLebens in die Schranke traten. Ulrich von Hutten nahm er,da er das zweite Mal aus Italien zurückkam, in sein, denPflegern der Wissenschaft und Kunst allzeit offenstehendes Hausauf, schilderte inmitten einer glänzenden Umgebung vor Maximilianmit warmer Theilnahme seine ungewöhnliche Begabung, dieMühsal seiner Wanderungen und setzte es durch, daß ihn dasReichsoberhaupt sofort zum Dichter krönte, wozu Peutingersanmuthsvolle Tochter Konstanze den Lorbeerkranz flocht, dieSchwester jener frühreifen und früh gestorbenen Juliana, diedreizehn Jahre vorher als vierjähriges Kind denselben Kaiser beiseinem Einzug in die Stadt mit einer lateinischen Anrede be'grüßt und, als Maximilian sie liebkosend aufgefordert, sich etwaszu erbitten, um eineschöne Docken" gebeten hatte. Lnther warmehreremale sein Tischgenosse, als er vor Kajetan sich ver-antwortete, und stets seines Schutzes theilhaftig. Mit welcherEntrüstung aber sein deutsches Herz durch die damals schonhervortretenden französischen Gelüste nach dem linken Rheinuferund den Verrath erfüllt wurde, der im Solde des Auslandesden vollen Bestand und die Kraft des Reiches gefährdete, gehtaus seinen gedruckten und weitverbreiteten Tischreden hervor.Und wie hiernach seine Wirksamkeit über den engen Kreis derVaterstadt hinaus sich erstreckte, so weckte er in dieser insbesonderenicht nur den Sinn für die humanistische Bildung, sondern warauch auf die Mittel bedacht, die ihr eine nachhaltige Dauersichern sollten. Ein ganz besonderes Augenmerk richtete er aufdie Reste des Alterthnms, die bis dahin unbeachtet in Steinund Erz innerhalb der Stadt und in ihrer Umgegend aus derZeit der Römerherrschaft sich erhalten hatten. Was davon be-weglich war und sich erwerben ließ, wurde in seinem Haus,Hofraum und Garten vor der Zerstörung geborgen.

Nächst Peutinger ist es Markus Welser, welcher nicht über-