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Ueber die Volksdichtung der Römer
Entstehung
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der ersten, jambischen Hälfte selten geschah, ferner durfte jedeHebung durch zwei Kürzen ersetzt werden, wie solche auch ge-legentlich statt der langen Senkung verwandt wurden. Auchder Einschnitt wurde zuweilen vernachlässigt. Endlich fand, wiein der älteren deutschen Metrik, häufig eine Unterdrückung derSenkung statt, d. h. nur der dritten und sechsten, eine Erschei-nung, die uns übrigens auch schon in der Griechen lyrischer Dich-tung begegnet. Noch sonst hatte der Saturnier manche Be-sonderheiten, die ihn theilweise von der Verskunst der dramati-schen Dichter seit Livius, noch mehr von der des Ennius undseiner Nachfolger auffällig unterscheiden. Uebrigens ist garmanches in den Gesetzen desselben bis zur Stunde zweifelhaftund dürfte kaum je ganz entschieden werden, da die in jenemMaß verfaßten Ueberreste der Litteratnr wenig zahlreich, über-dies durch die Unwissenheit der späteren Römer, dann derAbschreiber des Mittelalters vielfach stark verderbt oder will-kürlich verändert sind. Die saturnisch gehaltenen Inschriftenaber sind deshalb keine zuverlässigen Zeugnisse, weil sie großen-theils von wenig gebildeten Verfassern herrühren.

Noch die ältesten Kunstdichter Livius und Nävius ver-wandten diesen Vers bei ihren Epen, Jener zur Uebertragungder homerischen Odyssee, Dieser zur Verherrlichung des erstenfinnischen Krieges, in dem er unter den Bundesgenossen der Römermitgefochten hatte. Als aber der größte und begeistertste Ver-treter des Hellenismus, Quintus Ennius, der zuerst in seinemEpos, denAnnalen", Roms Heldenthaten vom Beginn bis aufdie Gegenwart im Versmaß Homers zu besingen wagte, beider zweiten, ums Jahr 184 erfolgten Ausgabe des Werkes mitSpott der Verse gedachte,welche einst die Faunen und Bardensangen, als Niemand die Klippen der Müsen erklommen hatte,noch sich der Rede Kunst befliß", da waren die Tage desehrlichen Saturniers gezählt. Er verlor sich schnell aus dem

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