Man schtiev ehedem die Undeutlichkeit, die in dendroptrischen Werkzeugen noch immer unvermeidlich blieb,ganz allein dieser Art von 'Abweichung zu, und suchte da-her zu Verbesserung der Fernröhre noch andere und wirk-samere Mittel zu finden, als die damals gewöhnlichensrrw-ken Bedeckungen waren. Die Theorie der Brechung lehrt,daß planconvexe Gläser, mit elliptischen Hintersiächen voneiner bestimmten Krümmung, Parallelstralen genau in ei-nen Punkt vereinigen ; Glaser mit hyperbolischen Vorder-fiächen aber die aus ihrem Brennpunkte kommenden Stra-len wieder parallel auSsenden. Man dachte daher, nachdem Vorschläge des Larcestus, die Abweichung wegender Gestalt der Glaser durch Linsen mit elliptisch und hyper-bolisch gekrümmten Flachen zu vermeiden. D. LVrenngab dazu (Pknloll TrausgK. »o. z z.) ein sinnreiches Mit-tel an ; ja Newron selbst beschäftigte sich im ersten An-fänge seiner Untersuchungen mit Schleifung optischer Gla-ser von anderer, als sphärischer Gestalt
Nachdem aber der letztere im Jahre 1666 die zweyteweit beträchtlichere Abweichung der Gläser entdeckt hat-te, verwarf er sogleich diese Bemühungen, elliptische undhyperbolische Glaser zu schleifen, als unnütz, weil jede an-dere Brechung eine andere Gestalt der Gläser erfordere,und also bey der verschiedenen Brechbarkeit des Lichts einGlas von bestimmter Gestalt nur für eine gewisse Gattungvon Lichtstralen, keineöwegeö aber für alle Scralen, dieAbweichung heben könne. Ueberdieß fand er die Wirkun-gen der zweyten neuentdeckten Abweichung mehrere tausend-mal größer, als die Wirkungen der bisher bekannten, undschloß daher mit Recht, daß die Unvollkommenheiten derFernröhre fast gänzlich auf die Rechnung der zweyten Artder Abweichung zu setzen wären, daher es überfiüßig sey,für die Vermeidung der erstem weiter Sorge zu tragen,bevor man nicht Mittel gefunden habe, der zweyten abzu-helfen , voir welcher der folgende Artikel handelt.
Abweichung wegen der verschiedenen Brech-barkeit der Lichtstralen , Aberrario ob cliverläm rs>