Z-it 85»
stimmt, in welchen sich ebenfalls Zeiträume ausdrücken undunter einander vergleichen lassen.
Im bürgerlichen Leben findet man sich durch viele Um.stände bewogen, die Zeit nach der Bewegung der Sonneabzumessen. Aber diese Bewegung ist nicht gleichförmig,Und kan daher weder mit der Sternzeik, noch mir der Zeitirgend einer gleichförmig gehenden Uhr genau übereinstim-Men. Inzwischen kan man sich stakt der wahren Sonneeine erdichtete vorstellen, welche einen gleichförmigen Ganghätte, und mit diesem doch, im Ganzen genommen, ebendie Bewegung vollendete, die die wahre Sonne mit ihremungleichförmigen Gange zurücklegt. Durch dieses Hilfs-mittel erhält man eine mittlere Sonnenzeit, und Thnlederselben, welche wiederum dienen können, uM Zeitraumsauözudrücken und zu vergleichen, s. Sonnenzelt.
Der Astronom verlangt, die Augenblicke, in welchen sichdie Himmelsbegebenheiren ereignen, nach wahrer Gon-nenzcic anzugeben. Das heißt soviel. Er nennt bey die-ser Angabe das Jahr, den Monat und den Tag der Bege-benheit, und sehr hinzu, wieviel von dem wahren Mma-ge dieses Tages an bis zum Augenblicke der Begebenheit,Stunden, Minuten, Secunden u. s. w. wahrer Sonnen-zeit verflossen sind. Um den ganzen Zeitraum von einerEpoche bis zur Begebenheit zu bestimmen, darf man als-dann nur die vollendeten Jahre und Tage (teinsm« com-piekum) in Rechnung bringen. Was zum Beyspiel in denNachmictagSstunden des it Aprils 1791 n. C. G. geschähe,
! das fiel 1790 Jahre, 100 Tage —100)
! Nach dem Anfänge der christlichen Zeitrechnung, wozu nun, noch die Stunden, Min. rc. hinzuzuseßen sind, welche voml wahren Mittage des uten Aprils (mit welchem Nach astro-nomischer Rechnung dieser Tag erst anfangk) br's.zmi, Au«genblicke der Beobachtung verflossen. Nennt man dasJahr 1791, und den Itten April selbst, so sind das lau-fende Jahre und Tage (teinpus cürrenr, aimi csvi), aufwelchen Unterschied man bey Summirung her Zeiträumetzmaue Rücksicht nehmen muß.