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4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
Seite
539
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Wär

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fühlbare Warme macht anderer Umstande wegen nicht im-mer die Empfindung von gleich stark gefühlter Warme.

Wirkungen der Warme.

Nächst dem in uns erregten Gefühl ist die allgemeinsteWirkung der Warme diese, daß sie alle bekannte Körperausdehnt. Unzählbare Erfahrungen lehren, daßKörper,wenn sie warm sind, mehr Raum, als sonst, einnehmen.Eine zum Theil mit Luft gefüllte schlaffe Blase schwellt überdem Feuer auf. Hohle Glaskügelchen, die in kaltem Brant-wein schwimmen, sinken unter, wenn der Bramwein er-wärmt wird, weil er sich durch die Wärme auödehnt, mit-hin ein geringeres specistscheö Gewicht bekömmt, als er vor-her hatte, und als die Glaskügelchen haben. Eben so sin-ken Wachskugeln in warmem Wasser zu Boden, die in kal-tem schwimmen; heisse Mötallkugeln fallen nicht mehrdurch ein Loch, wodurch sie kalt fallen konnten, und ein Drarhwird zwischen glühenden K ohlen länger, beym Erkalten aberwieder kürzer. Werkzeuge, die Ausdehnung fester Kör-per bey bekannten Temperaturen zu messen, sind bey demWorte Pyrometer beschrieben worden.

Flüßige Körper dehnen sich durch gleiche Wärme über-haupt stärker und schneller aus, als feste; die Luftarten amstärksten unter allen bekannten Materien, nachstdem äthe-rische Oele und Weingeist, etwas weniger Wasser und fetteQele, noch weniger Quecksilber. Was die Versuche überdie AusdehnungSverhaltniße des Glasesund der Metalle leh-ren, ist beym Worte Pyrometer angegeben. Die Aus-dehnungen verschiedener Materien durch die Wärme richtensich nicht eben nach der Dichtigkeit der Materien, und über-Haupt nach keinem bekannten allgemeinen Gesetze.

Die Stärke dieser Ausdehnung giebt ein schicklichesMittel, die Temperaturen der Körper zu bestimmen, ftThermometer. Bringt man nemlich ein mit Quecksilber,Weingeist w. gefülltes Thermometer mit einem Körper inBerührung, so vertheilt sich die fühlbare Wärme unter bey-de bis zum Gleichgewicht, und bey fortdaurender Berührung