Ihr geringster Abstand von uns beträgt zo6o, dergröste 20940 Erddurchmesser.
Daß die Ober, che dieses Planeten ungleich fty, bewei-sen die schon erwähnten Flecken, welche Cassini, Bian»chinl u. a. auf ihr wahrgenommen haben. De la chice(?c!em. clel'acsä. cloz lc. 1720.) hak durch ein Fernrohr,das 90 mal vergrößerte, Ungleichheiten auf ihr gesthen, dieer größer, als die Mendberge, angiebt. Herr Oberamt»mann Schröter (s.Gätting. gelehrte Anzeigen 1790. rntesStück) fand am 28 Dec. 1789 durch sein Herschelisches Te-leskop, bey cknfacher Vergrößerung der Venus südlichesHorn stumpf, mit einem davon getrennten sichtpunkte.Auch um die Mitte zeigte sich einige Ungleichheit an derLichkgrenze. Aist schien es Schatten zu styn, über den ei-" ne erleuchtete BergspiHe hervvrragte. Den zr Jan. 1790war diese Erscheinung noch da; sonst fanden sich immer bH-de Hörner spitzig. Da die Beobachtung gerade in dieQuadratur der Venus siel, so ließ sich die Höhe des Ber-ges nach der beym Worte Mondssecken (Th. Ul. S.284.)gezeigten Methode schätzen. Der Durchmesser der Venuswar 27 Sec., des Lichtpunkts Abstand von der Lichkgrenzer, z; Sec., also - ^ des Halbmessers, woraus sich nachgehöriger Berechnung die Höhe des Berges — ^ 4 ° desHalbmessers der Venus findet. Nimmt man nun diesenHalbmesser — 8-4 geographische Meilen, so ist die gefun-dene Höhe des Berges -- 4,17 Meilen, mithin auf 6 malgrößer, als die Höhe der Mondberge. Auch scheint gera-de, wie beym Monde, die südliche Halbkugel die uneben-ste zu styn.
Von einem vermeinten Trabanten der Venus s. denArt. Nebenplaneten (Th. Ul. S. ZZ9).
Die Astronomen bezeichnen diesen Planeten mir ?.
Bode kurzgef. Erläut- der Sternkunde. Berlin. 1778- 8 .an mehrcrn Stellen.
Läflner AnfangSgr. der Astronomie. Dritte Aust. Gotting.' 78 -, 8- §- 192. u. f.