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oder seinen Siedpunkt (prmäkum s. Zrsöum ebullitlonis,/örr//^w») nennet.
So nehmen flüßige Körper wahrend ihrer Verdam-pfung keinen hohem Grad der fühlbaren Wärme an, auseben dem Grunde, aus welchem feste Körper während desSchmelzens ihre Warme nicht ändern, s. Schmelzung.Man benützt diese Beständigkeit der Siedhitze, besondersbeym Wasser, kheilö zur Bestimmung eines festen Punktsam Thermometer (s. Thermometer), theils zu chymischenOperationen, bey welchen man die Körper eine Zeitlangeiner bestimmten gleichbleibenden Hitze anöseßen will. Zudieser letztem Absicht werden die Gefäße durch siedendesWasser, in welchen sie stehen, erhitzt. Man nennt dies,so wie jede Veranstaltung, bey welcher die Gefäße in heis-sem Wasser stehen, ein lVasserbad oder Mariendad(bslueum msris, kvIsriT, Fanr-Ma^ie). Wasser, dasman, selbst in den dünnsten Gefäßen, in kochendes Wassersetzt, kan darinn nicht kochen, weil ihm das kochende Was-ser seines Bades höchstens nur den Grad der Wärme mit-theilen kan, den sein noch tropfbar bleibender Theil hat, deralso zur Verdampfung nocUnicht hinreicht (s. LAe»».«aH Dill, äe sgua nura a^usm kerveutem non ebulliente.6roninA. 1775. 4«)
Es ist aber der Satz, daß die Siedhitze jeder stößigenMaterie bestimmt und beständig sey, einigen großen Ein-schränkungen unterworfen. Fürs erste bezieht er sich nurauf die Hitze beym stärksten und völligen Sieden. Es stei,gen schon Luftblasen, auch wohl Dampfblasen, lange vor-her auf, ehe die übrigen Theile der Masse alle die Hitze er-halten , die sie ohne Verdampfung anzunehmen fähig sind;daher kan die Hi^e vom ersten Anfänge des Siedens biszum stärksten Grade desselben noch merklich zunehmen.Dieser Spielraum des SiedprlnktS ist besonders bey denOelen beträchtlich, welche desto schwerer verdampfen, undsich desto mehr erhitzen, je zäher sie sind. Da nun dasKochen selbst ihre Zähigkeit vermehrt, so ist es die natürli-che Folge hievon, daß sie noch während des Siedens selbstimmer Heister werden.'