1699: „Ich fürchte, Mad. Brinon wirdmir die Briese von E. L. nicht zeigen,wenn ich sie anch begehrte, denn manmeint, auch mein Glaube sei nicht derstärkste, sie fürchten daher, E. L. Schrei-ben würden mich in meiner Opinionstärken; Leibniz ist glücklich, Copiendavon zu haben" 376; Sophie kanndie Pietisten nicht leiden 402; sie meint,daß es besser in der Welt zugehenwürde, wenn dieselbe von 3 Lharlatans:den Pfaffen, Doktoren n. Advocatenbefreitwäre 048; 9.Juni 1712: .Wennalle Menschen die christl. Religion sowohl wüßten u. verständen, wie E. L-,hätte man nicht nöthig, viel zu pre-digen. . Die Menschen haben unfernHerrgott nicht allezeit erfreut, dennvor der Sündsluth sagt Moses auch:„alles Fleisch hätte seinen Weg ver-derbt", so daß es Gott gereute, dieMenschen geschaffen zu haben; aber dieihn geliebt u. geehrt u. sein Gebot ge-halten haben, wie E. L>, die hat erauch mit ihrem Geschlecht erhalten,wie Noah" 799; 24. Juli 1701: „Ichhätte E. L. nie zugetraut, betrübt zusein, daß eins von Dero Kindern dieReligion ändert, denn E. L. habenmich ja selber katholisch gemacht" 46 l;12. April 1710: „Warum ist cs E. L.so leid, daß Herzog Anton Ulrich ka-tholisch geworden ist? Sie können jaselber die Leute so schön bekehren!" 724.
Auslassungen der Elis. Charl. überdie Succession des Hauses Hannoverin England: 12. Aug. 1700: „Solltendie Engländer noch dagegen sein, denPrinzen von Wales zum König zunehmen, so ist Niemand näher bei derKrone, als E. L. Das wäre artig,daß E. L. noch Königin würden; ichwünsche es E- L. lieber, als mir selber.Wenn E.L. Königin in Engl- würden,sollte E. L. Sohn, der Kurf., seineBrüder Hannover u. Celle theilcnlassen" 423; S. Sept. 1700: „DieSuccession von England soll für dieKatholischen nicht gelten, deshalb sind
E. L. die nächste dazu. Weil PrinzeßAnna so viel säuft, möchte sie wohlnicht lange mehr leben. Ich bin desKurf. sGeorg Ludwigs Meinung, daßes besser u. ruhiger ist, Kurfürst vonBraunschw. zu sein, als König in Eng-land, denn es ist wohl wahr, daß dieEngländer tolle Leute sind u. sehr un-bändig" 425; 27. März 1701: „Manspricht jetzt von nichts Anderm hier,als daß das Parlament von EnglandE. L. zur Erbin der Krone nach derPrinzeß Anna Tode erwählt hat u.E. L. Sohn, den Kurf., nach E. L.Man setzt dazu, daß König WilhelmE. L. bitten wird, nach England zukommen, um in dem Rath zu seinwegen Dero großen Verstand" 446;14. April 1701: „In den holländ.Zeitungen stehet, daß das ParlamentLord Raby abgefertigt hat, E. L. nachHannover die Zeitung zu bringen, daßSie nach der Pr. Anna zur Krone er-wählt sind. Sobald ich E. L. werdeKönigin wissen, will ich von Herzenmein Compliment machen, aber wasnoch in weitem Felde stehet, ist derVeränderung zu sehr unterworfen. Istes E. L. Bestimmung, Königin v. Engl,zu werden, so werden Sie es auchwider Ihren Willen werden" 448;17. April 170l: „Man sagt, daß diePrinz. Anna erschreckst säuft u. sichden Leib so verbrannt hat, daß sie nieKinder bekommen kann, also wird siewohl bald sterben müssen; König Wil-helm ist auch zu kränklich, um langezu leben, also können E. L. bald DeroGroßvaters Thron besitzen. Alsdannwerde ich mich von Herzen drüberfreuen, denn ich gönne es E. L. mehr,als mir selber u. meinen Kindern,alsdann werde ich E. L. ein lang u.breit Compliment machen u. es überallmit ,,„Ew. Majestät"" bespicken, aberjetzt werde ich noch kein Complimentmachen, denn Sie sind nur was Sievorhin waren: die würdigste Personvon der Welt, eine große Königin zu