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Rudolf August, Herzog von Braunschw.-Wolfenb, 47. 138. 162. 222. 499.
Sophie (v.d. Pfalz), Gemahlin des Kurf.Ernst August; ihre Briefe find für Elis.Charl. Reliquien, die sie am bestenverwahrt, weil Sophie die einzigeHeilige ist, wodurch ihr die größteGnade von Gott erwiesen ist u. dieihr am meisten Gutes gethan hat 4;sie hat 5 Jahre lang die Prinz. Elis.Charl. erzogen u. diese ist stolz aufsie 10; sie wird (Nov. 1678) von Elis.Charl. dringend eingeladen, zu ihr nachFrankr. zu kommen, u. zwar inoognitowegen der Rangordnung am „stink-hoffärthigen" franz. Hose 24; Sophiereiset dann am 1. Aug. 1679 dorthinu. bleibt daselbst bis 28. Sept. 1679.Am 23. Aug. 1691 schreibt Elis. Charl.wieder: „Wollte Gott, ich könnte E.L.noch einmal hier aufwarten, hernachwollte ich gerne sterben" 118; 18. Juli1700: „E. L. haben Alles gethan, wasbei Ihnen stehet, mein Leben mir glück-lich zu machen; daß dieses nicht ge-glückr, ist nicht E. L. Schuld, Sie ver-süßen mir alles Unglück durch Derobeharrl. Gnade" 419; 7. Mai 1702:„Wollte Gott, ich könnte E. L. Schrittebei der Promenade zählen; sollte ichauch darüber schwitzen, E. L. mit meinemdicken Bauch u. met veilöff dicken Hin-tern zu folgen, so wollte ich doch mitFreuden E. L. nachtrotteln, u. kannnichts in der Welt erdenken, was mirin dies. Leben noch einige Freude gebenkönnte, als meiner herzlieben Tanteauszuwarten" 500; 23. Mai 1709:„Man heißt hier Patron, dessen Namenman führt, aber damit habe ich nichtszu thun; E.L. sind meine einzige Pa-tronin, von der habe ich allein Gutesu. Gnaden empfangen" 694; der Kar-dinal d'Esträes hat Sophien gewaltiggelobt u. ihren universellen Verstandgerühmt 14; der vertrieb. König Ja-kob II. v. Engl. u. dessen Gemahlinloben sie auch überaus 430; 1. Sept.1701: „Obgleich E. L. nicht dieJüngste
mehr sind, so sagt doch Jedermann,daß Sie 30 Jahre jünger scheinen, alsSie sind, haben gute Mienen, vielVerstand u. große Generosität, wasgar selten bei jetz. Zeiten ist; dies Allesverdienet wohl, daß man e. weite Reisethut, E. L. zu sehen" 465; 10. Febr.1707: „E. L. sind von Jedermannrespectiert u. geliebt u. wissen noch,was Hof ist, was schier überall ver-gessen wird; die Ai-anäsur ist Ihnennatürlich, denn Sie haben kein Misch-masch in sich u. Dero Hof ist perfectwohl geregelt" 626; 5. Jan. 1710:„Man hat mir oft gesagt, daß E. L.allein die Zierde u. der Stand vomganzen kurbraunschw. Hofe seien" 716;19. Mai 1709: „Es ist eine widerlicheSache, von Bettlern umringt zu sein;es ist eine schöne Ordnung zu Han-nover, daß man diese ernährt, ohne sieauf den Gassen umherlaufen zu lassen.Man weiß, daß E. L. generös u. wohl-thätig sind, deshalb kommen alle Armenzu E. L." 693; 3. Dec. 1699: „Esmuß E. L. doch angenehm sein, durchDero Generosität Trost u. Asyl einesganzen Volks sder reforni. Resugiösjgeworden zu sein" 398. Sophie hatden röm. König Ferdinand III. hei-rathen sollen 239. JhreZusammenkunftmit Zar Peter d. Gr. zu Coppenbrügge(1697) 306. 25. Juni 1699: „Ich
versichere E. L-, daß, wenn DeroSchreiben könnten in Druck kommen,würden sie geschwind aufgekauft werden,denn nichts ist besser, artiger, noch mitmehr Verstand geschrieben" 382; 5. Juli1699: „E.L. mögen deutsch oderfranzös.schreiben, so spürt man Dero lebhaftenGeist in Allem" 384; 7. Febr. 1709:„E. L. Expressionen gehen über die derFruchtbringenden Gesellschaft, das wirdHr. Leibniz gestehen müssen, u. ange-nehm schreiben ist besser, als correct" 681.— Die Kurs. Sophie glaubt, wie Elis.Charl-, an die Praedestination 152;sie schläst gern u. oft, wie Elis. Charl.,in der Kirche 163. 402; 19. März