W6v8. Io mein ackvoeat; diß alles ist, umb die gantze trawer zu or-ckiuiron. Ich solte billig nicht trawern, weilten es mein enckel ist, aberweillen er doch nach dem raux nach dem äaupbiu der erste vom hauß ist,so trawere ich eomms inon ai8nö. Die trawer wirdt 6 inout wehren, alßwie der gantze hoff vor Non8ionr sseeligj getrawert hatt. . .
Auff der fraw von IlaKsiA) todt, die so jung gestorben, felt mir einPar vkrs von dem lutherischen liedt ein, so ich offt habe singen Horen undtswovon ichj noch viel gesetz außwendig wciß^):
„Es hilfft kein reichtum, gelt noch gutt,
Kein knnst noch gunst noch stoltzer muht.
Für'n todt kein kraut gewacksen ist,
Mein lieber^) christ,
Alles was lebet, sterblich ist.
Heut seindt wir frisch, gesundt undt starck,
Morgen todt undt liegen im sarck;
Heütt blühen wir wie roßen rodt,
Baldt kranck undt todt,
Ist allenthalben müh undt noht". .
Ob Gott will, so wirdt so manche gebett mitt dem meinigen erhört werdenundt E.L. noch gar viel fahr schlendern machen. Weren alle E. L. priutrougehcüraht worden, würden sie woll so viel enckeln undt uhrenckeln gesehenhaben, alß ma taute von NaudnWon sseeligj geschrieben hatte. Die vonder äouaue freßen undt sauffen mir alles was man mir schickt, sie habenmir hundert bouteilleu vom dleoleerwein anßgesoffen, so der hertzog vonOotberinssen mir geschickt hatte, waren vielleicht noch dürftig von den met-würsten, so sie mir gefreßen hatten. Ich klagte es woim. äe 6bawilliait^),der ließe sie brass filtzen, also hoffe, daß sie eorrigirt werden sein. .
836. Narl^ den 6. ckuui 1714.
. . . Könte ich irgendts Herr undt Meister sein, hilt mich nichts inder Welt hir, aber ein jeder hatt seine Meinung, kriutr Lug-sua solte be-trachten, daß wie er waß vom König begehrt hatt, Ware er es woll un-würdig, denn es war nur ein ckesbauebirtor, kleiner schmutziger bub, so garkeine gutte Hoffnung von sich gab. Ich sehe woll, daß E. L. nicht wißen,wie die fürsten von Muvoraine heüßer hir sein, man spürt nichts fürstlichesahn ihnen, sie seindt alle wie knecht undt ckoiuostigusn vom König.
h Ein Herr v. Hagen war früher in Begleitung des sächs. Kurpr. Friede. August inParis. Aus d. Gesänge des Jvh. Leon (s- c. 1597): „Ich Hab mein sach Gott heim-gestellt" re., Verse 5 u. 6. h Im Orig.: „frommer". Vgl. II, S. I7t, N. 2.