Nachtigallen undt frösch seindt nicht was man ahm schlimstcn hört,von zweyfüßigen thieren hört man hir gelaut, so viel unahngenehmer sein.Was die xrinoss Ü68 UrÄM) in meinem sinn vor dießem ahm schönstengehabt, lest sich nicht alles woll mahlen, das war der halß undt die zähn,sonsten schminckt sie sich gar zu starck, das macht ihre äugen zu roht undtdie haut zu glitzerig; es ist eben alß wenn man sie met verlöff met verlöffmitt rotz geschnürt hette, undt das hatt nie gefallen. Alle tag rabarbo zunehmen, kompt mir sehr ekelhafst vor; dieße rabarborg. vertreibt ihr die bitteregall nicht, so ssiej gegen meinen sohn hegt. Der earäinal lluäie^^) besuchtundt spricht mitt alle Menschen außer mitt meinem sohn, da darff er garnicht reden; maäs cl'Orloans selber hatt er besucht. Sobaldt er meinen sohnsicht, macht er eine dieffe raverout/. undt geht fort. Die printros äos Ilrsiusist meister von dem König in Spanien wie ich es über DM) bin; er gehorchtihr noch beßer, als; Diti mir. Von mein sohns atlairen weiß ich kein wordt;ich habe gehört, daß er seiner dochter, der üuebsssa üs Lor^ 40 000 livrosPension des jahrs gibt, daß sie völlig ihre 7 mahl 100 000 livros habenmag, denn der König gibt ihr 660 000 livres. .
837. HanidornIIot den 15. üuni 1714.
Es ist mir so bang, nicht zeit genung zu finden, aufs E.L. gnädigesschreiben zu andtwortten, so ich hir entpfangen vom 4. dießes monts. . Esist gar gewiß, daß die prinoess äos Drsins mehr nuttioritot in Lpnnion hatt,alß der König, undt mögte ihm woll geschehen wie seinem großherrvatterDoms XIII., der fragte ahn einen von seinen oourtisans: „ost il vrn^ guotu 68 obg.886 Ü6 In oour?" Der ander andtworte gar recht: „Lira, si68p6rogu6 non, prÜ8gu6 von8 n'on 8NV68 risn". Aber so gehts dort auch. Ichbetriege mich, es war des Königs in Lpnrüsn uhraltherrvatter. . Ein Herrvon 30 jahren ist doch kein kindt mehr, umb von einer fraweu gewahrt zuwerden.
Hir hatts nicht gelautt alß wenn die fürsten dem Keyßer volmachtgeben, des reichs frieden zu machen, sondern es lautte alß wenn der Keyßerdurch autboritot dazu bringen solte, den frieden zu machen, wie es ihm beliebt,undt das hatt mich eboguirt. Vor E. L. gnädige wünsche sage ich gehorsamendanck; wenn man alle fahr ein fahr ablegen sköntes, müste man endtlichwider ein kindt werden. So laug E. L. leben undt gesundt sein, werde ich
si Vgl. II, S. 25, N. 1. h Spanischer Kardinal del Giudice; von der Mad. desUrsins damals nach Versailles geschickt; über s. Mission vgl- Näheres in den Nsin. äs 8t.8imon L, 156 f. 187 ff. 198; er spielte zu Marly die Rolle des span. Großingnifitors;ward später span. Minist. L. äust. Angelegenheiten u. der Justiz u. Gouverneur des Prinzenvon Asturien, h Ein Hündchen.