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2 (1891)
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kirch kommen, bin ich mitt E. L. gnädiges schreiben vom 23. Oso. erfrewetworden, undt sobaldt ich nach dem eßen in mein cammer kommen, halt nurder König 2000 pwtollon geschickt, bin also diß jahr 1000 pistollea reicheralß vorm jahr. Da sehen E. L., wie woll ick) mein jahr ahngefangen, bindarneben in volkommeNer gesundtheit Gott sey danck, welches auch noch eingroß glück ist. Es ist leicht zn glauben, daß es keine eloguoiw bedarff, nmbmack, cks Llontespan über ihren mann zu trösten. Man thut ihr unrecht,zn sagen, daß sie jetzt seüfft, das halt sie ihren fraw döchtern überlaßen, diees brass können. Sie führt ein traweriges leben, wolte gern devot sein undtkan nicht; reist immer von einem ort zum andern. Sie ist nun eine Witwe,aber keine glatte Witwe, indem sie sowoll alß ich sehr verruntzelt ist. Es istwoll wahr, daß die fahren, so mack, cko Llontosxan mitt dem König ge-noßen, sehr ckilloront von dieße waren. Von büßen llumor ist der Könignicht undt ich ackmiriro I. M. osft, wie sie bey allen den geschafften, undtofft sehr verdrießlichen geschafften, noch so höfflich undt von gntten llumorsein können. . . Man sagt, daß abendts bey mack, cko Llaintonon ein er-schrecklich geraß ist, denn man spilt sehr dort, die gantze jugendt von ckamonist dort, wie auch die ckuobosso cko LourAOKns, ckuo cko LourAOZns undtLor^. Der xrintr von ^ubalt^ muß meinen, daß, wie er sich vor dieKönigin itt?rou886n gewichen, kriegerisch außsehe undt daß die Königin dero-wegen woll von sein oourago suckioiron wirdt. Hatt er die ayotoollor8dvchter geheüraht, wirdt er woll thun, sein gantzes leben seinen heürahtheimblich zu halten.

485. Vorsaillo den 8. ckanuari 1702.

... Ich Hütte mich, so viel ich kan, molanoolwoll zu werden, sucheimmer was zu schaffen, nmb nicht ahn das vergangene noch zukünfftige zugedencken. E. L. werden durch hertzogs Nax sosnwittor^) woll erfahrenkönnen, ob es wahr ist, daß I. L. oatbolwob geworden seinch Hertzog Naxwirdt desto glücklicher leben, wenig rolleotionon zu machen, denn selbige helffenwenig undt quellen sehr. DieHertzoge E-L. Herrn söhne seindt dem röwwollon

y Leopold, Fürst von Anhalt-Dessau,der alte Dessauer", geb. 1676. Im I. 1698vermählte er sich mit Jungfrau Anna Louise Föse, der trefflichen Tochter eines Apothekerszu Dessau, eine übrigens segensreiche Verbindung, welche sehr bald die Billigung der Agnatenu. auch des Kaisers fand, welcher die junge fürstl. Gemahlin 1701 in d. Reichsfürstenstanderhob. Die Herzogin v. Orl. schreibt am 29. Apr. 1702 an die Raugr. Louise (Bibl. d.lit. V. in Stuttg. 88, S. 283):Daß der Fürst von Anhalt seine npotsvlsrs dochter voreine fürstin gern wolte passiven machen, kan ich woll glauben. Aber seindt woll andereFürsten närisch genuug, die sach xassiren zu laßen u. eine solche orsatur vor eine Fürstinzu erkennen? Das were ja gar zu abgeschmackt", y Wolf; vgl. H, S. 9, N. 1. y Vgl.II, S. 8. N. 4.