Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
24
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480 .

Vsrsaills den 27. Hovswdsr 1701.

. . . Ins Asnsrak trastirt man mich woll, ins partisulir will manmich nirgendts. Ich hatte gestern dem König waß zu sagen, walte zu wall,äs Naintsuon, wurde aber mitt gar hässlichen wortteu abgcwißen, nehmb-lich dass, wenn ich waß zu befehlen hette, walte die äaws meine orärs inmeiner cammer abhollen. Ich begriff woll, daß es bedeütte, daß ich nichtzu ihr falte, schrieb ihr dervwegen, was ich ihr sagen walte. Nach demnachteßeu ließ mich der König zwar in sein sabinst kommen undt sprachmitt mir, sobaldt ich aber außgercdt hatte, schickte mich der König fort; alleandere blieben da. Das geschicht gewiß der änsbs88s äs Lourxogns zugefahlen, denn ohne daß ich ihr mein leben nichts zu lehdt gethan, hatt sieeinen solchen erschrecklichen haß gegen mich, daß, wenn sie mich nur ahnsicht,endert sie von gesicht. Ich bilde mir ein, daß LIonsisnr sseeligs auch da ge-arbeitet hatt, umb mich verhaft zu machen, aber wenn sie mich mitt ursachhaste, könte ichs endern, nun sie mich aber ohne ursach hast, kan ich nichtsdazu thun. Ich gehe meines Wegs, werde wenig zu ihr gehen undt sie garnicht irnportnuirsn; aber es ist widerlich, allezeit so etwaß in seinein weg zufinden; zu meinem glück ist mein partbis lengst gefast. . .

481 . Vsrsnills den 4. Ossswbsr 1701.

. . . E. L. können nicht glauben, wie boßhafft die änsbssss äs Lonr-AOA-ns ist; weillen sie aber des Königs undt maä. äs Llaintsnon abgott ist,will ich ihr nichts sagen, so doll sie es auch machen mag; aber ich werdeselten zu ihr gehen, fragt man mich aber, warumb ich selten zu ihr gehe, sowill ich blat heraus; sagen, daß, weillen ich in allem verspüre, daß ich J.L.so unahngenehm bin, so wolle ich sie nicht mitt meiner gegenwart impor-tunirsn undt nur zu ihr gehen, Wenns bloß die schuldigkeit erfordert, dennich kenne mich selber, ich kan wenig außstehen undt wenn sie es mir zu buntwürde machen, könte ich nicht laßen, ihr übers maul zu fahren undt brassbescheydt außzntheyllen, denn sie ist doch furchtsam bey ihrer boßheit. . Voneiner hederthuneh decke habe ich mein leben nichts gehört; was mich rechtwarm im bett hclt, seindt 6 kleine hündtger, so umb mich hernmb liegen;keine decke helt so warm, alß die gutte hündtger. Ich habe so viel Orottsnhir gesehen, daß ich nicht wißen kan, welcher der ist, so des Narsnlloltrdochter heüraht?); der letzte, so hir war, hatte ein breydt gesicht undt einedicke auffgcschürtzte naß; ich weiß aber nicht, ob es der ist. Die kleine Königinin Lpanisnb) ist nun gewohnt undt hatt sich gantz ergeben; das gutte kindt

h eiderdunen: von sehr weichen Federn, h Thomas Grote, Gesandter zu Stock-holm u. London, Sohn des ber. hannov. Ministers Otto Grote, heirathete Eleonore v. Maren-Holz, Tochter des Asche Christof v. M. h Val. II, S. 23, N. 4.