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mich betzer in den klauen haben kan, oder was es sein mag, denn es ist gargewitz, datz etwaß dahinter stecken muß, denn es ist nicht natürlich, daß einmensch in einer stundt endert, wie sie gethan hatt. Also mutz ich alß inacht nehmen, was ich thue undt rede, undt kan auff nichts sicheres bawen.Mein sohn ttatirt mich sehr undt hatt ein gntt gemühte, allein er grüst auchden zaun umb den gartenst, denn er ist verliebt jetzt von einer von meinenfreüllen, so Lernst Heist, undt förcht, ich möchte sie weg thun, drumb thuter mir so schön. Wie es noch mitt meinen ullmron gehen wirbt, weiß ichnicht, aber es ist gewiß, datz ich schlegt versorgt werde sein, ja gar nichtnach meines standts gemäß werde leben können, wo der König mir nichthilfst, denn es fehlt 80 taußendt francken, daß mein hauß nicht bezahlt kanwerden. Also sehen E. L. woll, daß ich nie ein ahngcnehmes leben werdeführen können. Der arme Uonsiour sseeligj hatt übel gehaust undt garnicht vor mich gesorgt, denn er hette es woll in seinem leben thun können,aber nicht im testamont; er hatt es aber lieber unter seine buben außge-theilt, so ihn doch nicht so lieb hatten, alß ich. . .
461 . Vorsaills den 24. llulli 1701.
... Ich glaube, daß alle die, so warhafftig in des hauß Lraun-svesiM undt Imnebui-M intorosso sein, wünschen sollen, daß die beydenIiKnion wider mögten mitt einander verglichen sein; ich weiß dem graff Ra-baob danck, sein best dabey gethan zu Habens. Ich wünsche von hertzen,daß patto noch lange jahre leben möge; ich glaube, daß hertzog 4.ntbonlllriob nicht viel junger ist, alß I. L. Man hatt mir all lengst gesagt, daßhertzog Nax vMboliseb geworden sehest undt sich gantz von seinem beichts-
st Vgl. Wander, Sprichw.-Lex. V, Lol. 508, Nr. 44; Lol. 511, Nr. 85 ff. st Modem,de Säry, Comtesse d'Argenton, Mätresse des Herzogs Philipp II. von Orleans; vgl. übersie La Mothe, Vis äs I?1iilipps ä'Orl. (1736) I, S. 22, u. die Usm. äs 8t. 8iinon. st Umdiese Zeit kam es zu e. Katastrophe zwischen den beiden Zweigen des braunschw.-lüneb. Hauses.Der ältere, wolfenbüttelsche Zweig konnte die Bekleidung des jüngern, hannoverschen, mit derKurwürde nicht verschmerzen u. suchte nun die Jntroduction desselben ins Kurfürsten-Lolle-gium, die Einsührung der Primogenitur-Ordnung u. die in Aussicht stehende Vereinigungmit dem lüneburg. Herzogth. auf alle Weise zu Hintertreiben. Ja der Herzog Anton Ulrichverbündete sich sogar mit Frankreich, um seine Pläne geg. Hannover mit Gewalt durchzu-sühren. Am 24. Apr. 1701 meldet der hannov. Minister, Graf Platen, an I. H. v. Ilten(vgl. E. Bodemann, I. H. v. Ilten rc., S. 193): „4s dornts äs Rappaod, äoit allsr äsIn xart äs ILinpsrsur ü Vsllsnduttsl, on Iss ollosss sont äuus uu sstut, gu'i1 n'^ lernrisn porrr 1s ssrvios äs 8a Nasssts st pour 1s visu ooinmun. 4'on ^ Isvs äu rnonäsavso äs largsnt äs In Uranos, prstsnäant ä'avoir 12 rsAimsns sur pisä". Vgl. späterdie Briefe 497 f. st Vgl. E. Bodemann, Die augebl. Conversion des Prinzen Maximilianvon Hannover im I. 1695, in d. Ztschr. d. hist. B. f. Rieders., Jahrg. 1888/ S. 256 ff.u. den Briefw. zwisch. Leibniz u. der Herzogin v. Orleans, herausgeg. von E. Bodemannin d. Ztschr. d. hist. B. s. N., Jahrg. 1884, S. 33.