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potterh Aouvorniron laße, ich habe es aber nicht geglaubt, weillen E. L.nichts davon geschrieben hatten. Weillen er ja von rokigion hatt endcrnwollen, hette er doch die sach dem Keyßer zu gefallen thnn sollen, umb einegutte Pension mitt zu bekommen. Daß der Churfürst seine Herrn brüder zu^ien nicht furcht, das geht woll hin, aber es ist ihm nicht erlaubt, die-ßelben zu haßen oder gar nicht zu lieben. E. L. hette ich nie zugetrawet,betrübt zu sein, daß eines von Dero kindcrn von rokiZion endert, denn E. L.haben mich ja selber oatbokisoli gemacht. . Ich bin mons. klloikmitr: rechtobliZirt, sich so vor mich nndt meinen sohn zu intorossiron; wenn man sonatürlich spricht wie er, kan man die sach desto eher glauben, nndt finde,daß es viel ist, daß Herr Lcibnitz mich nndt meinen sohn in seinem gedächt-nuß gleich nach I. M. der Königin in krousson nndt E. L. selbst setzt, dieer kent nndt gnade von cntpfängt, da ich nndt mein sohn doch gar nichtvon ihm gekandt sein. . Das vergangene könte ich leicht vergehen, wennich nur versichert sein könte, daß das zukünfftige beßer sein würde, aber, wiedas holländische sprichwort sagt: killten ist killten, inner ballen gnbt vor all.Also wenn man in meinem standt arm ist, ist es ein ellendt sach nndt gibtbetrübte tage. Ich liebe gern ohne Interesse, wolte also, daß ich nicht vongnaden leben dörffte. . .
462. Unrkz? den 28. llukki 1701.
Seyder vergangen Sontag abendts bin ich hir; wurde gleich gar-gnädig vom König entpfangen, denn I. M. kamen mir entgegen, führten michhernach spatziren. Seyder ich nicht hir zu Alark^ geweßen, hatt der Königviel schöne neüe suchen hir machen laßen: ein neü walk?), so gantz im schattenist, man könte den Hellen mittag dort spielten ohne die sonne zu fühlen.Wir sahen dortten eine partio spielten; mein sohn mitt dem printr ckodont?)nndt wons. äo Lriono^) gegen mons. ko äuo <1o 8uIIz^) undt mons. <kobirrnoourO), mons. Io oomto-) nndt mons. cko Vanckosmoch spielten alleingegen einander. Nach dem ma.il wieße mir der König ein neü gantz ver-gült oadinot, in der form wie man den thron vom König äo ka Obinomahlt. Darnach thaten wir den tour vom garten nndt stiegen ein kleinbergen 'nauff, umb die neüe oaseaäo zu sehen, welche gar schön ist, eine
y Dem Jesuiten Wolf; die Kurf. Sophie schreibt am 14. Dec. 1702 an die Raugr.Louise (Publ- a. d. Kgl. Pr. Staatsarch. 37, S. 239 f.): „Weil Maximilian sich nun ao-oommoäirt hatt, hätte ich gehofft, er würde nach hir kommen, aber er hatt einen lartrrkksbey sich, der alles rsZirt u. alle seine alte äornsstiqnsn wech jagt, weil sie evangelisch sein".Vgl. auch später den Br. 485. ") un maik: ein Spielplatz, h Louis Armand. Comtede Brienne. h Maximilien Henri Duc de Sully. °) Henri Roger de la Rochefoucauld,Marquis de Liancourt. y lls oowts äs Loissons; vgl. über s. kurz. Namen „Is oomts":Msmoirss äs 8t. Zirnon VI, S. 350. h Philippe, Chevalier de Vendome.