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2 (1891)
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vor . . - Das gröstc zeichcn von lieb bey den Nosoorvittsrn ist, die Weiberbraff zu Prügeln. Zu Heydelberg war der kehrfraw ihr mann ein LloLvovvittor; nmn fundt sie weinen, undt wie man sie fragte, warnmb sie weinte,sagte sie, ihr mann hette sie nicht mehr lieb, denn es were woll 3 tag, daßer sie nicht geschlagen hette. Etlich zeit hernach, wie die fraw den hoffkehrte, ging jemandts vorbey, den schlug sie unversehens mitt dem beßenahns dein; der kerl.wurdt ungcdultig, Hub den stock auff undt schlug diekehrfraw; ihr mann mar eben dabcy, der wolle sich gleich von ihr schehden.Man fragte ihn, auß was Ursachen? Er sagte: sie ist nicht mehr mein Weib,ein anderer mann hatt sie geschlagen; wenn er nicht sonsten gemeinschafftmitt ihr hette, würde er sie nicht haben schlagen dürffen. Man hatte diegröste mühe von der Welt, ihn begreiffen zu machen, daß in der Pfaltz schlagengar keine sreündtlichkeit sehe. .

460. Vorsaillo den 21. ckulli 1701.

. . . Unck. cks Nnintsnon oontinnirt, gar freündtlich zu sein, bin sehrvontsnt von ihr; ooutirmirt sic, wie sie nun thnt, so werde ich gewiß ihrefrcündin bleiben, undt ich bin in keinem alter, daß mir die zeit lang bey ihrundt dem König fallen könte, wie der cknobssss cko HourA-oAiio, die nur ahnsingen undt springen drucken kan. . Ich grübele mir schir das Hirn auß,nmb zu errahten, woher cs kompt, daß die Niuntenon sich einsmahls so zumir gewendt hatt, denn es ist gewiß, daß knrtz vor meines Herrn todt sienoch einen abscheülichen haß gegen mir getragen, undt auff einen stutz endertsie, ohne daß ich ahn sie gedencke. Aber wie ich gesehen, daß sie sich zumir gewendt, habe ich die fach nicht nsAliglrt, sondern gleich freündtschafftmitt ihr gemacht. Je mehr ich aber nachdencke, was sie hirzn gebracht hatt,je weniger kan ichs finden, denn eine sach ist gewiß: daß diß Weib nichts thntohne nachdencken, noch umbsonst. Etlichmahl bilde ich mir ein, weillen sieso eine große passion vor die ckuobosss cks LourAOAms^) undt dieße, wiedas geschrey geht, ihrer sehr müde geworden undt nicht mehr bey dem Königdawern kan, weillen ihr bey dießen betagten leütten die zeit zu lang seit,daß die ckamo mich gewehlt, nmb der cknobosso cla LourKOAns galousio zugeben, denn sie ist von einem gnlouson bnmor, undt sie dadurch wider zusich zu ziehen, oder ob sie gefürcht, daß, weillen Nousionr mir nun keineböße ollioion bey dem König thun kan, daß sich der König wider ahn michgewöhnen könte, undt daß, wenn sie meine freündin nicht were, ich onxnbolsein solte, dem König die Augen zu öffnen, sie derowegen lieber selber meinefreündin vorher werden, mich also im zanm zu halten, oder ob sic sonstenein ander absehen hatt undt ineint, mich eher fällen zu können, wenn sie

y Marie Adelaide; vgl. I, S. 260, N. 4.