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Wenns die Mönchen thun, haben sie doch ihre schlasistunden wider, seine leüttewerden das nicht außstehcn können, denn sie mäßen ja erst ein stnndt nachdem König schlaffen gehen nndt woll ein stnndt vor I. M. ansfstehen, alsonur 3 stnndt zn schlaffen haben. Dabey kan man nicht leben, sein gcmtzerhoff wirdt närisch werden, wo das lang wehrt. Des Königs brieff ahn E.L. sein eben so kurtz alß sein schlaff. . . Ein Königreich zu haben, ist esder mühe woll wehrt, daß man lesen nndt schreiben lernt? Ich wolte, daßsieh E. L. anch eine königliche xsnsion mitt brächten, das were woll billig,weill sie E. L. gewehlt haben nndt das were kein rauch wie I'oräro äs Injartisrs-). .
459. Vsi-snills den 14. llulli 1701.
Es ist schwer, nicht betrübte gedancken zu haben, wenn man außgnaden leben muß nndt nicht gennng hatt, sich selber freüden zu machen;das lachen helt noch schwer bey mir. Vom König cntpfange ich großen trost,das ist gewiß, sonsten könte ich meinen standt nicht außstehen. Wenn derKönig von Llorwisur sseeligs spricht, uttanärirt er sich allemahl, glaube doch,daß er denckt, wie onols sseeligs gesagt hatte, denn das ist gantz natürlich,man hatt woll nrsach, den todt zu haßen; es ist auch eine heßliche suchedrumb, daß man sich vor ewig aäisu sagen muß, das gefelt mir gar nicht. . .Ich kan nicht begreiffen, wie E. L. im bett schreiben können, denn mich deücht,es thut einem gar wehe in den lenden. Wenn ich nicht schlaffe, kan ichohnmöglich eine stnndt im bett daweren. Mich deücht, E. L. eßen nun spütteralß vor dicßem, denn, wo mir recht ist, gingen E. L. zu meiner zeit umb12 ahn tasfel. Es ist mir leydt, daß nmäHs OrsAn^j 6arl Noritx so übelerzogen hatt, daß er nicht ohne sanffen sein kan. Er muß ein gutt gcdächt-nuß haben, alle bücher so behalten zu können. Meine hoffmeistcrin laße alßdocktor I^utbsrs tischrcden, mich gefiehlen die knstorg'sr von den gespensternnicht übel, aber die gutte jungfer 6olb wurff mir vor, daß ich hervor suchte,was ahm wenigst nutzte, allein das überige kam mir gar zu abgeschmackt
h Die Herzogin meint die Gesandten aus England: am 22. Juni I70t war vomParlament das Gesetz beschlossen „Xcü kor tiro kurürsr limitntion ok tirs orown nnci dottsrssouriuK ttrs rißlrts nnä libsrüiss ok tüs sudssots", demzufolge nach des Königs WilhelmTode die Prinzessin Anna, nach deren kinderlosen Ableben aber die Kurf. Sophie u. derenNachkommenschaft, wofern diese protestantisch sei, die Krone erben sollte. Diese Acte mußtedann im Juli 1791 der Graf Macclesfield in seierl. Gesandtschaft nach Hannover übcr-bringen. Vgl. die ausführl. Beschr. hiervon im Mrsntr. Lurop. XVI, S. 192. (Die aufPergament geschr., künstlerisch reich ausgcstattete Acte befindet sich im Kgl. Staatsarch. zuHannover.) si — M-rstisrs. Jene Botschaft überbrachte auch im Namen des Königs Wil-helm für den Kurf. Georg Ludwig den Hosenbandorden. (Die große prachtvolle, mit Mi-niaturen verzierte Originalurkunde, mit onhängendem großen Siegel des Ordens, befindetsich in der Kgl- öffentl, Bibliothek zu Hannover, si — OrsAut; vgl. I, S. 399, N. 3.