Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

8

vermachen, noch die fraw dem mann; was er ihr aber bey leben gibt, istihr eygen, aber Llousiour hatts lieber ahn die geben wollen, die ihn äivertirthaben, denn man findt, daß dreh junge bursch allein des jahrs jeder hun-derttaußendt thaller eingezogen haben. Ins Königs gnade hette mich Non-sieur woll nicht rooommnnäirt, denn sie wünschten nicht, daß ich drinnensein mögte. E. L. können woll gedencken, daß ich meinen möglichsten fleißthun werde,' mich ins Königs gnaden nndt muck. äs Nuintouon frcündtschafftzu erhalten, allein wer kan versichern, daß dießes bestandt haben mag, dennE. L. können woll dencken, daß mein sohn nndt ich je mehr werden bcneydtwerden, je mehr der König unß gnade thut, nndt daß man ahn großenHöffen, wie dießes ist, die kunst zu drouillirou nur gar zu woll weiß. Dießesalles woll überwogen macht gar keine gutte Hoffnung vor mein zukünfftigesleben. . Ich gestehe woll, daß mich Nonsisur offt geplagt nndt olmg'rimrthatt, aber das war nur auß schwachheit nndt zu sehr sich denen zu ergeben,so zu seine spaß nndt freüden halsten. Der König hatt mir selber gestanden,daß I. L. sseeligj mir in den letzten zeitten nicht mehr so viel büße olüoiongeleist haben, alß vor ein Par fahren, oontrurlo, daß sie ooutsut von mirschienen zu sein, nndt das hatt mich desto mehr gejammert, auch daß, ob erzwar kaum reden kont in seinem fal, wie ich ihn fragte: oowiuout vousseutes vous nstouri), Nonsiour? sagte er: un pou wioux, aber mitt gröstermühe sagte serj darnach: et vous? Ich sagte: uo souZss pns L oao^, son-ges ü vous et me porteres^) bien; er sagte: vous uves In, wieße mirden puls, nmb In tievre zu sagen, das er nicht prououoiren konte; sagtedarnach all zimblich deütlich: alles vous eu; nndt wenn man ihm waß gebenwolt, so er nicht nehmen wolt, sagte man: Llaänme 1e veust, so nahm ersgleich. Das hatt mir doch sein vertrawen gewießen, mich also unerhört ge-jammert, nndt das kompt mir alß wider vor äugen, denn, wie ich E. L. offtgeschrieben nndt gesagt, so habe ich doch den armen Herrn nie gehast, sondernlieb gehabt, so ungerecht I. L. offt vor mich geweßen sein. .

Das lltagige fieber hatt mich verlaßen; ich glaube, ich habe mich mittkirscheneßen oourirt, denn man hatte mir die kirschen verbotten, man brachtemir aber von 8t. 6Iou ein korb voll schöner kirschen, die habe ich heimblichgefreßen nndt scyderdem das fieber nicht wider bekommen. Ich bin allezeitfroh, wenn ich weiß, daß pattes bey E. L. ist, denn da haben sie eine ge-selschafft ahn. Ich finde die glücklich, so in ooweäien gehen, das ist mirnun vor zwey fahr verbotten. Es ist dem m^Iorck llabyfi woll gelungen,sein oour bey dem grossen von Warttenberg gemacht zu haben, weil! er soeinen schönnen ring davon getragen. Der König in kreussen führt einwunderlich leben; es ist unerhört, daß man nmb 2 nach Mitternacht auffstehet;

h L ostts Nsnrs. h xortsrni. h Herzog Georg Wilhelm von Celle, Vgl.I, S. 434, N. 4.