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muß E. L. noch ctwaß von dießem xrinran verzehlen, so oll possirlich ist:man sagt, daß er sehr unhöfflich sey undt vor niemandes auffsteht, Wan er-sitzt. Hirauff hatt ein englischer nrilorä nähmens NanZrall (?) ein bonmotauff frantzösch gesagt zu andern englischen Herrn, die in die cammer gehenwollen, wo der printr war: Llassieurs, si vous vouIs8 taira gnittsr Isau prineo ä'OravFO, ga vous oonssillo ä'ommonar Molgno llanyois avoevous, oar il ns Io voust xas Isvsr pour uous. Ich weiß noch woll vielschöne Instorion, so hir Vorgängen, aber mein brieff würde zu lang werden. . .
18. karis den 29. Llortr 1678.
. . . Die fraw von Woltzogiill) ist met verlöff met verlöff gestorben;ich weiß nicht, ob 8t. kotor westfählings genung kan, umb sie zn verstehen,wan sie ahn die Himmelsport kommen wirdt, umb ihr die thur auffzumachenundt sie einzulaßen. Das ist gutt vor ihre seele, aber ihr leib wirdt unter-deßen woll ärger stincken alß ihres sohns Hanßjorgs kopff, der roch vordießem met verlöff met verlöff nur alß lautter fule käße. . . Den thum-herrn Drost habe ich 2 fahr lang hir gesehen, wo mir recht ist; aber erwar nicht so wunderlich gekleidt alß er nun ist, wie E. L. melden, schcindtgar ein stiller frommer mensch zu sein, wie man alß pflegt zu tagen; erwar zwar auff der Ilimtorson'st Hochzeit, brillirte aber nicht sehr. . Waßaber I. L. den elften prinoon'ff ahnbelangt, so Hab ich I. L. von hundertMenschen unerhört loben hören, insonderheit was sein verstandt betrifft; werdegar eine große freüde haben, Wan ich cinstmahls so glücklich sein werde, ihnhir zu sehen. . .
19. 8t. Oormain den 1. ckulli 1678.
Ich bekenne von hertzen, daß ich es bißher zu grob gemacht habe,indem ich so unerhört lange ohne E. L. mitt schreiben auffzuwarten geweßcnbin, allein ich glaube, daß der teüffel eine zeit her sein spiel mitt mir ge-halten, umb mich wider ein wenig fluchen zu lernen, welches ich mir schirgantz abgewont hatte, denn so offt ich mich niedergesetzt undt ahngefangenzu schreiben, ist mir alß ein Verhindernuß dazwischen kommen, so daß, wennich E. L. entweder alle Ursachen schreiben solle, so mich verhindert haben,oder alle ahngesangene bricffe schicken, so würden E. L. ein großmächtigbuch zu entpfangen haben, welches aber woll den fuhrlohn nicht wehrt seinwürde, drumb will ich lieber den kürtzern weg nehmen undt bitte E. L. gantzdemütigst, mir dießcn unfleiß zu vergeben, werde hinfüro fleißiger sein. Ichhoffe, daß E. L. nicht glauben werden, daß solches bißher anß Vergessenheit
tz — v. Wolzogen. h Vgl. S. 2, N. 10. h Georg Ludwig.