selbige reye setzen laßen, denn es kan einem ja nichts närischers träumenalß daß sic xrotonäiron solle, nähere verwandtin zu sein alß durch ^clamnndt Lvä. Ich will woll jemandes hir finden, so mir ihre rechte natürlichetz'MLloKis wirdt auß ihrem lande zu wegen bringen können, nndt so baldtich sie haben werde, will ich sie E. L. schicken. . . Wegen der Instori vomckivorso') werde ich alle tage zu rede gestellt. Daß E. L. nndt onols übermich lachen, daß ich jetzt so gutt oatbolisch bin nndt so viel vom saoreinontdes ehestandts halte, so schlegt mir aber solch saeromont woll genung zu,umb zu wünschen, daß es ewig wehren uudt man kein mittel finden möge,selbiges zur scheydung, denn wer mich von Nonsieur scheiden wolle, thctcmir keinen gefahlcn, drumb können E. L. woll dencken, daß mihr eine solcheinoäo, wenn sie auffkommen solte, gantz undt gar mißfahlen würde undtWan es nöthig were, noch 3 abjurationon zu thun wie ich zu Notr gethan,umb zu psrsuaäiron, daß der ehestandt ein saoromont sch undt derowegennicht könne geschieden werden, so würden E. L. ahnstatt der einen noch3 versigelte proinesson bekommen. Ich mögte von hertzen wünschen, daßI. G. der Churfürst-) auch meiner Meinung weren, setze aber auch dazu, daßI. G. auch so vergnügt lebten alß ich. Ich hoffe, mein bruder^) undtuußerepriuoos^) werden sich einmahl der sachen laßen ernst sein undt unß durchein kintgcn auß allen dießcn lcrmen helffen. . .
Man hatt hir gar viel von des printron von Oraniou Hochzeit^)verzehlt, undt unter andern sagt mau, daß er sich mitt einem gantzen pau-tolonch von rattiuenff die erste nacht schlaffen gelegt habe, undt alß ihn derKönig von LuA'slauät gefragt, ob er das rattinen zeüg nicht oblegen wolle,hatt er zur antwort geben, daß seine gemahlin undt er lange gennng mitteinander leben müstcn, derowegen müße sie sich ahn seine raanirou gewoueu,undt er sehe gewont, den ratineu pautalou zu tragen, drumb woll er ihnauch jetzt nicht außziehen. Undt ahnstatt daß er mitt dem König, Königinundt braut solte zu nacht cßen, ist er in die statt zu uachteßcn gangen nndthatt den König biß nach Mitternacht in der braut kammer, welche mau zubette gelegt hatte, wartten laßen, undt alß ihn der König gefragt, wo er solange blieben, hatt er geantwortet, daß er gespilt Helle nach dem nachteßen;hatt sich drauff in einen seßel geworffen, seinen cammerdiener geruffen undtsich in selbiger seiner braut cammer außziehen laßen. Mit allen dießenmarnrou wunderts mich nicht, daß die guttc xriueossin stum worden ist; siegenuinen mich schir ahn die oommeäio von der büßen Kettch ihr mann. Ich
*) Von der projectiertm Ehescheidung zwischen dem Kurf. Karl Ludw. v. d. Pfalz undseiner Gemahlin Charlotte; vgl. S. 16, N. 5. -) Ihr Vater, Kurf. Karl Ludwig. Kur-prinz Karl. Wilhelmine Ernestine. Vgl. S. 18, N. 1. °) --- xantaloll. h ratins,
Wollenzeug. — Käthe. Die Herzogin meint die Katharine in Shakespeare's Schauspiel:
„Der Widerspenstigen Zähmung."