auf dem Wege zum Klcinleben, den sie ispäter mit sogroßem Glücke verfolgt hat. So gehörte denn unser jungerFreund schon von vornherein nicht auf diesen Grund undBoden.
Gewahrt man nun auch schon bei dem Jüngling eineüberaus ernste Auffassung der Kunst, so war er deshalbdoch keineswegs jenem heitern Leben abgeneigt, das sichin der jungen Künstlerwclt offenbarte und dem Daseindie farbigsten Seiten abzugewinncn trachtete. Im Gegen-theil, er gehörte stets zu den fröhlichsten und lautesten Ge-sellen., sei cs, daß er sich an der Unterhaltung betheiligte,daß er in den Chören mitsang, daß er ein Volkslied zurGuitarre erklingen ließ oder sich in höchst lebendigen Er-zählungen erging, in denen er ein Vielster war, da ihmdie plastische Darstellung mit dem Worte fast nicht minderzu Gebote stand wie mit dem Stifte. Wir haben damalsmanche frohe Fahrt nach dem Grafenbcrg oder nach demGestein gemacht, oder auch in diesem oder jenem Hause,auf der einen oder andern Künstlerkneipe lustige Abendeund Nächte verbracht. Ganz in derselben Weise soll derjunge Künstler aufgetreten sein, wenn er während derFerien seine Aeltern in Wetter besuchte, das im schönstenTheile von Westfalen an der höchst romantischen und ma-lerischen Ruhr in der Nähe der uralten Feste Hohensyburgliegt, an welcher der Sage nach Karl der Große denkühnen Sachsenhcrzog Wittekind besiegte. Während er dortam Tage mit seinem Skizzenbnch die Gegend durchstreifteund durch vielfache Studien sein Talent für die Landschaftausbildete, welche er wie wenige Historienmaler in seinenBildern zu behandeln wußte, erheiterte er abends alt und
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