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Alfred Rethel : Blätter der Erinnerung
Entstehung
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Schwesterfelsen bei Oberwesel, die Lurlei, Sanet-Goar's wnn-derthätiges Grab, die Brüder, Ritter Konrad Baier vonBoppard, die Templer von Lahneck, die heilige Adelheid,Kaiser Heinrich IV. ans der Flucht in Hammerstein, Ro-land, der treue Paladin, Siegfried der Drachentödter undden Bürgermeister Grin von Köln. Soviel ich weift,fallen in diese Periode auch noch zwei Illustrationen znden „Rhcinsagen" von Alfred Reumont, welche die Loreleiund Karl den Großen und Fastrade behandeln, sowieeine Darstellung des Grafen von Habsburg zu dem be-kannten Gedichte in der großen Schiller'schen Ausgabe.In gleicher Weise hat er zu Reinick's „Liedern eines Ma-lers mit Randzeichnungen seiner Freunde" eine hübsche Ara-beske geliefert. ' In jener Zeit stand in Düsseldorf die Ro-mantik im höchsten Flor. Plan malte sehr viel nachBalladen von Goethe, Uhland, Tieck. Kirchengüngerin,Falkenknaben, Goldschmieds-Töchterlein waren an derTagesordnung. In welcher Weise diese Gegenstände be-arbeitet wurden, ist den Zeitgenossen wol erinnerlich. Re-thel's Zeichnungen, die sich an die Burgen und Städtedes herrlichen Heimatstromes knüpfen, bilden einen merk-würdigen Gegensaß zu der Manier der Schule. In seinenRittern, Pilgern, Soldaten, Gesellen, Edelsräulein, Mäd-chen erblicken wir im Vergleich mit den süßen und durch-sichtigen Gestalten, die au der Mode waren, Männer undFrauen, die uuS mit historischer Groß^tigkeit entgcgentrcten.Der Künstler hat nie geschwebelt und genebelt, er konntesich nicht in Düfte und Lüfte verlieren, er hatte stets idealeGegenstände, aber er suchte überall coneret und real dar-zustellen. Die düsseldorfer Schule befand sich schon damals