eilte. Schon im Alter von sechzehn Jahren vollendete er^ ein Bild, das die Kunstkenner in Erstaunen setzte. Dasselbestellt die Einzelfigur des heiligen Bonifacius dar und kannim wesentlichen nur als eine Studie betrachtet werden.Schadow hatte gewiß ganz recht, daß er seine Schüler dieersten Versuche an möglichst einfachen Gegenständen machenließ. In diesem Sinne muß das früheste Werk des Künst-lers aufgcfaßt werden, der hier den Apostel der Deutschenin dem Moment dargcstellt hat, wo er die Eiche desWodan mit dem Beil, das er noch in der Hand hält,umgehauen hat und in den Wurzelstumpf seinen Pilgerstabmit dem Kreuze aufpflanzt. ^
^Ohne Zweifel ist es von Interesse zu erfahren, wieman schon in jener Zeit von dem Talente des Künstlersin der Oeffentlichkeit sprach. In der „Allgemeinen Preu-ßischen Staatszeitung" vom 18. October 1832 äußert sichO. F. Gruppe folgendermaßen über diese Arbeit: „An dasKreuz wendet sich der gottbegeisterte Mann, mit erhabenemAufschwung segnet er es ein für das ganze Land und füralle künftigen Geschlechter. Welch ein Gegenstand! Inder That, schon diese bloße Wahl und Auffassung verbürgtuns einen Künstler; er hat einen inhaltschweren Momentherausgerissen, der uns Blicke in weite Perspectiven vor-und rückwärts werfen läßt. Das Hcidenthum ist ausge-rottet, das Banner des Christenthums steht da, und derfolgenreichen That sich bewußt, erhebt sich die große Ge-stalt des Apostels. Was wir so oft in ähnlichen Darstel-lungen vermissen, das finden wir hier: freien Math, heiligeThatkraft, siegreiche Begeisterung. Dies ist nicht jenes ge-drückte Christenthum, das den Menschen dcmüthigt und