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1 (1874)
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291
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Section IV. Conserven etc. I. Die eigentlichen Conserven. 291

den mehr bemittelten und gebildeteren Classen Englands sowie beiöffentlichen Anstalten, während die Arbeiterbevölkerung sich, wie esscheint, abwehrend verhält. Man sucht jetzt durch Volksküchen die-selbe an den Genuss dieses Nahrungsmittels zu gewöhnen.

In Deutschland ist es trotz der hohen Fleischpreise noch wenigbekannt, in Hamburg soll es in neuerer Zeit Eingang finden. NachHerrn T all ermann steht seiner Einführung in Deutschland der hoheZoll von 5 Thaler pr. Centn er im Wege. Da es nicht ein Artikel desLuxus, sondern des grossen Consums ist, so wäre sein Eingang zu demSatze von y 2 Thaler, oder, im Hinblick auf die Bedeutung des Fleischesals Nahrungsmittel, ganz frei zuzulassen. Es wird nur einer Anregungbei der Zollverwaltung des deutschen Reichs bedürfen, um diese, seineEinführung in Deutschland befördernde Zollermässigung herbeizuführen.

Ebenso wie Australien ist auch Südamerika auf einen Fleischexportnach Europa hingewiesen, es könnten von Uruguay jährlich fünf bissechs Millionen Centner geliefert werden. Auch dort hat man seiteiniger Zeit mit der Conservirung in Büchsen begonnen und zwei Aus-steller führen in guter Qualität Ochsenfleisch, auf diesem Wege con-servirt, vor. Bestimmte Angaben über den Umfang der Production lagennicht vor, nur wurde bemerkt, dass der Absatz stark zunehme beieinem Preise von 1'68 Franken pr. Kilo loco Montevideo.

England. Die Conservenfabrikation Englands war zwar nichtzahlreich aber glänzend ^.urch vier renommirte Firmen vertreten.

Darunter befand sich das in der Conservenindustrie bedeutendsteHaus Englands, Crosse & Blackwell zu London. Seine zahlreichen,übrigens bekannten Artikel waren in reicher Auswahl, in anerkanntervorzüglicher Qualität vorhanden. Die Ausstattung bezüglich der Form;der Art der Gläser und Steingutgefässe sowie die Etiquettirung ver-riethen grosse Sorgfalt und guten Geschmack. Sie zeigten, wie derInhalt gewinnt, wenn seiner äusseren Hülle, seinem Gefässe, durch dieKunst ein gewisser Gehalt verliehen wird. Es herrscht da eine vollstän-dige Uebereinstimmung zwischen beiden und bei der Form, der Ver-zierung des Gefässes ist stets Rücksicht genommen auf die übrigenTafelgeräthschaften, mit welchen dasselbe voraussichtlich bei dem Fest-mahle, oder auf dem bescheideneren Tische der Familie erscheint. EinZeichner oder Modelleur, eigens engagirt, ist fortwährend beschäftigt,neue Formen für die Gefässe zu entwerfen. Die Glasgefässe sind mitdem Kapselverschlusse von Thomson versehen, dessen Patent die Finnakäuflich erworben hat.

Um den Hauptartikel, die Pickles (Gemüse, Zwiebeln, Gurken, u. s. w.in Essig), in der ursprünglichen Farbe, besonders frei von Kupfer zuerhalten, werden sie jetzt mit Essig in einer Holzkufe von circa 15 HlInhalt erhitzt, deren Dampfheizungsröhre aus Platin angefertigt ist.

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