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mittelbar beieinander bzw. manchmal nur durch einen eingeschobenen,in B nicht vertretenen getrennt, die alle B auch hat, und davon Singcn-berg, Kinzig, Heinzenburg. Savene und Hubin in beiden Handschriftenin der gleichen Reihenfolge, nur durch Swanegou getrennt, der in C inanderer Umgebung erscheint. Die übrigen von den Dichtern des Grund-stocks von B, die beiden Sammlungen gemeinsam sind, reiht C an andererStelle ein. Von den Dichtern, die in B als Nachtrag erscheinen, N. 26—31,steht auch in C die Mehrzahl erst im zweiten Teil; allerdings einer davon,Wolfram von Lsehenbach, schon in dem mittlem Teil, der so viel Gemein-sames hat.
So ist wohl nicht daran zu zweifeln, daß die Quelle, als sie von B be-nützt wurde, noch kein abgeschlossenes Buch darstellte. Aber wohl vonAnfang an ist die Sammlung nach einheitlichem Plan angelegt gewesen,wie die Ausstattung mit Bildern und Wappen andeutet. Außerdem istnachgewiesen, daß der Sammler eine gewisse Richtschnur für die Ord-nung der Lieder hatte, indem er Verbindungen herstellen wollte: eszeigt sieh, daß er die Lieder in der Hauptsache nach formalen Gesichts-punkten ordnete. Doch werden die Bilder nicht immer auf einen unddenselben Maler zurückgehen, wie der Text der einzelnen Blätter oderHefte der Ursammlung sicher nicht durchweg von der gleichen Hand ge-schrieben war. Der Grundstock der Quelle selbst reichte wohl in das13, Jahrhundert zurück, in eine Zeit, da die Blütezeit des Rittertumswohl schon vorüber, wo aber die Erinnerung daran noch nicht verblaßtwar. In C weisen einige Nachträge in die zwanziger Jahre des 14. Jahr-hunderts, so daß ihr Abschluß etwa ins Jahr H10 zu setzen wäre. Dem-entsprechend wird B, das früher zu legen ist, etwa ums Jahr HOO an-gesetzt.
Heimat. Wo war nun die Heimat dieser eisten Sammlung, und wer hat sie insLeben gerufen? Und wie sind diese I' ragen für die zwei Handschriftenleibst zu beantworten?
Ein Dichter, den die Manesse-Handschrift vorführt, der Züricher Ilad-laub. rühmt in einem Lied die: Manesse in Zürich als Sammler von Lie-dern; er meint damit den kunstliebenden Rüdiger Manesse, Ritter undRatsherr in Zürich, 12'!2—H04, und seinen schon 1207 gestorbenen SohnJohannes, Kustos am großen Münster. Von diesen Venen Hadlaubs gingBodmer aus, als er der Heidelberger Handschrift den Namen die Ma-nessische gab, der ihr seither geblieben ist. und G. Keller hat darausseine reizende- Novelle Hacllaul) gemacht, die ein außerordentlich an-schauliches Bild vom Werden der Handschrift entwirft, worin das Wissendes Gelehrten durch den Seherblick des Dichters erweitert ist.
Freilich ist nirgends gesagt, daß gerade C diese Sammlung der Ma-nesse gewesen sei. Keines der Lieder in der großen Handschrift ist denbeiden Ldclletiten gewidmet; ja gerade die Lieder von Iladlauh sindin (' besonders schlecht überliefert. Andererseits ist schon darauf hin-gewiesen worden, daß dort Iladlauh der einzige Dichter ist, der eineDoppeldarstellung erhalten hat, die offenbar mit besonderer Liebe aus-gemalt wurde, und daß seine: Lieder am saubersten geschrieben sindund die schönsten Initialen erhalten haben.
Auf alle I alle aber weiten eine Reihe von Merkmalen unverkennbarin die Schweiz und insbesondere in die Züricher Gegend. Es fällt gleichauf, daß in C ungewöhnlich vie-le: Dichter aus Zürich oder seiner Nähestammen: 30 Dichter haben in der Schweiz ihre: Heimat und scharen siehum Zürich. Je näher ihr Sitz der Stadt, desto genauer ist ihr Wappengegeben nnci desto richtiger sind sie: dem Stande nach eingereiht. In(lern ursprünglichen Teil von G, für dessen Quelle wir in B das Abbildsehen dürfen, sind 21 Wappen richtig, die alle schwübisch-alamannisehcnDichtern zugehören, ihnen stehen 24 falsche gegenüber, und 10 sind nichtnachweisbar. Unrichtig sind sämtliche österreichisch-bayerischen, aber aucheinige schwäbischen. Allerdings fehlt bis jetzt ein urkundlicher Beweis,daß in Zürich zu jener Zeit etwa eine berühmte Miniaturensehule la-stenden hätte; doch ist wohl bekannt, daß Zürich damals blühte und vieleFreunde von Kunst und Dichtung dort beisammen waren. Nun hat