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Dichter ein fränkischer Ritter von Windcsbach (Winsbuch), der im2. Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts sein Lehrgedicht der ritterlichenTugendlehre, das die Ideale der ritterlichen Kreise vorführt, verfaBte.
29. Auch von neuerer Hand am Rand: Winsbeckin, S. 220—228.
Text in C ein wenig umfangreicher; Bild fehlt.
Das Vorangehende ins Weibliche übersetzt, aber schwach.
"50. Überschrift fehlt, in C: Meist(er) Cötfrit von Strasburg (Gotfriedvon Straßburg), S. 229—238.
Text in C umfangreicher; Bild fehlt.
Name und Stand nicht sicher festgestellt; Dichter, ein Mann von feinerBildung, gehörte jedenfalls zur vornehmen Gesellschaft von Straßburgund dichtete um 1210 sein Epos, dem er seinen Ruhm verdankt, währendseine lyrischen Werke umstritten sind.
31. Überschrift fehlt; in C: Meister Heinrich Vrowenlop (Frauenlob).S. 240—251.
Text in C umfangreicher; Bild fehlt.
Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, geb. um 1250, gest. 1318, einfahrender bürgerlichen Standes, war einer der ersten Meistersinger.
32. Ohne Überschrift (in C nicht enthalten): Der Minne Lehre [des Hein-zelin von Konstanz], S. 253—305.
Heinzelin von Konstanz, Küchenmeister des Grafen Albrecht von Hai-gerloch, dichtete gegen Ausgang des 13. Jahrhunderts.
Die Minne-Lehre, die Geschichte einer Liebeswerbung mit allegorischerEinführung, wird neuerdings Heinzelin abgesprochen.
Der Grundsutz für die Ordnung, in der die Dichter aufgeführt sind,ist leicht erkennbar. Zuerst kommt ein Kaiser, nach ihm die Glieder desIlochadels, die Grafen, denen die Ldelfreicn folgen; ihnen reihen sieh dieMinisterialen an, und am Schluß stehen noch einige Vertreter niedererKlassen. Es ist also eine strenge Rangordnung, die offenkundig den Geistder adeligen Kaste atmet. Wohl nur aus Versehen oder Unkenntnis istdabei Meinlo von Söflingen, der Ministeriale war, unter die Edclfrcicngeraten, während andererseits Veldeke, Gutenburg und Heinzcnburgirrtümlicherweise bei den Dienstmannen stehen. Dagegen hat Morungen.den die Muncsse-Hundschrift unter die Freiherrn einreiht, hier richtigseinen Platz unter den Dicnstmnnnen. So kommt schon in dieser Zu-sammenstellung zum Ausdruck, daß für die Werdezeit des Minnesangsder Hochade] eine ausschlaggebende Rolle spielt, während allerdings dieDichter seiner Blütezeit mehr dein Stand der Ministerialen angehören.Möglicherweise war die erste Anlage der Sammlung in ihrer Ordnungnoch starrer, indem sie vielleicht ursprünglich überhaupt nur Herren*
Reschlechter aufnahm, wie zunächst der ganze Minnesang ausschließlichSachc> clt-s Ritterstandes war. Später hat man die; Tore etwas Weiter auf-gemacht, und zugleich können auch andere- Gesichtspunkte bei der An-ordnung sich noch eingeschlichen haben. Aus einem solchen Grund magin der andern Sammlung Veldeke viel weiter vorgerückt worden sein.unter die hohen Grafen hinein, zu denen er nicht gehörte, weil etwadamit zum Ausdruck gebracht werden sollte, dal! er der Vater der höfi-schen Dichtung gewesen sei.
Stimmt so in den beiden Handschriften die- Reihenfolge nicht überein.so ist besonders die Zahl der Dichter der Mancsse-Ilanelsihrift unver-gleichlich größer. Aber der Unterschied des Umfangs entspricht nicht demUnterschied des wirklichen Wertes. Die meisten der in der größerenHandschrift mein- Aufgeführten sind unbekannte Größen. In dem Kreisvon Sängern, den die kleinere Handschrift enthält, könnten wir vonbekannten Namen nur etwa den Kürcnbi-rgcr vermissen, der die volks-tümliche Richtung vertreten hätte, und entsprechend am andern Endeden Ulrich von Lichtenstein, der uns oft als die verkörperte- Parodie desMinnesangs erscheint. Andere-, wie etwa cle-r Marne-r, der Spervogel oderKonrad von Würzburg, haben ihren Platz eher auf andern Gebieten cle-rDichtkunst, bei der Spruchdichtung ode-r der Fpik. Besonders vollzähligvertreten ist auch in der kleineren Sammlung die Stufe-, die man als„Minnesangs Frühling" zu bezeichnen gewöhnt ist. sowohl bei dem Kreis,