ridi I. in Muinz. Als Lyriker zeigt er höfische und volkstümliche Weisenebeneinander; größeren Einfluß gewann er als Epiker durch seineEneide.
13.* Herre Reinmar (Reinrnar der Alte oder Reinmar v. Hagenau),S. 60—69.
Text in C umfangreicher [ist audi in B S. 86—101 erweitert]; Bild fastganz übereinstimmend, nur hat in C die Dame noch ein Schoßhündchen.
Urkundlicher Nachweis der Person des Dichters fehlt; war wahrschein-lich auch auf dem Kreuzzug Barbarossas und ist vor 1210 gestorben.
Reinmar, der gefeierte Wiener Hofsänger, den der junge Walter v. d.Vogelweide keck angriff, verpflanzte an den Hof von Österreich denstreng höfischen Minnesang, wenn er auch nicht so sehr von den Pro-venzalen beeinflußt war; der 1. epochemachende Dichter nach Hausen.
14.* H(err) Uolrich v(on) Guote(n)burg (Ulrich von Gutenburg), S. 73bis 75.
In C tritt zu dem Lied noch ein Leich; in C, wo Wappen und Helmgleich, ein anderes Bild für den Dichter.
Wahrscheinlich ein pfälzischer Ritter. Als Dichter von Hausen ab-hängig.
15.* Il(err) Bernger v(on) Ilornein (Bernger von Horheim), S. 76—79.
Text in C erweitert, Bild ganz ähnlich. Wahrscheinlich aus einemrheinfränkischen Geschlecht von Horheim, jetzt llarlieim, bei Frankfurta. M., Ministerialen der Staufcr. Bernger urkundlich bezeugt 1190 an-läßlich eines staufischen Unternehmens in Italien. Lieder zeigen vieleAnklänge an Hausen, mit dem Bernger in Verkehr stand..
16.* H(err ll(cinrich) von Morungen, S. 80—103.
Text (in den von S. 86 ab Lieder von Reinmar eingesdialtet sind) inC umfangreicher; das Bild des lesenden (seiner Dame vorlesenden?)Ritters in C für den von Gliers gebracht, deshalb audi anderes Wappen.
Aus einem obcrsächsischcn Ministerialengeschlecht am Hof des Mark-grafen von Meißen, von denen ein Heinricus von Morungen 1218 ur-kundlich vorkommt. Dieser Dichter, von hoher Bildung, der größte vorWalter von der Vogelweide, der noch jahrhundertelang als Held in derVolksballadc lebte, zeigt wohl auch romanischen Einfluß, bleibt aber einSänger von stärkster Eigenart, voll Leben und Farbe, selbstbewußt, eingroßer Formktinstler und Meister der Sprache, der große Einwirkunghatte.
17. H(err) Uolrich v(on) Muncgur, S. 109—111.
Text in G etwas umfangreicher, Bild, Darstellung einer Botenszene, woder Dichter dem Boten die an die Dame zu überbringende Rolle über-gibt und zugleich dem aufmerksam Lauschenden noch mündlich Auf-träge erteilt, fast ganz gleich.
Dichter und Geschlecht unbekannt.
18. H(err) Hartwig Raute (Hartwig von Rute), S. 112—114.
Text gleich; weithin übereinstimmend audi Bild, worauf der Dichterdem Boten die Rolle übergibt und seinen Auftrag oder auch den Befehlzum Schweifen mit einem Klaps bekräftigt, der in C noch drastischer ist,indem vom Schlage dem Boten Blut aus dem Mund läuft. Wohl aus einemoberösterreichischen Geschlecht; in Urkunden aus der Salzburger Gegendtritt in der Mitte des 12. Jahrhunderts ein Hartwig de Route öfters auf,wahrscheinlich der Vater des Dichters.
19. Der Truhsacze v(on) Singe(n)bcrg (Truchseß von St. Gallen),S. 115—117.
Text in C umfangreidier. Bild zeigt nur insofern gewissen Anklang,als es die beiden Liegenden beieinander zeigt; aber in C wird der Dichtervon der Dame mit einem Kranz gekrönt.
Der Dichter ist ein Schweizer Schüler Walters von der Vogelwcide.
20. H(err) Wahsmuot v(on) Kunzich, S. 118—120.
Text in G umfangreidier, andererseits hat B Strophen allein; Bild,eine ganz heraldische Ritterdarstellung, in beiden Handschriften gleich,abgesehen von den Hunden, die in B fehlen.