Druckschrift 
1 (1915)
Entstehung
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2. Difflnlta colloquiorum.

Die Handschrift, der die „Diffinita colloquiorum" entnom-men sind, befindet sich seit einigen Jahren im StaatsarchivMünster *) unter der Signatur Msc. VII 4532. Sie entstammtzweifellos dem Kloster Böddeken; wann und unter wel-chen Umständen sie aber dem Kloster entfremdet wordenist, darüber läßt sich nichts sagen. Soviel ich sehe, wirdsie in der bisherigen Literatur über Böddeken nirgendwo,auch nicht andeutungsweise erwähnt..

Ihr Format ist klein Oktav, 15 :10,5 cm. In einem Per-gamentumschlag sind — nach dem heutigen Befunde —61 Papierblätter eingeheftet. Offenbar ist die Handschriftnicht mehr vollständig, sondern es fehlen, besonders amSchlüsse, mehrere Blätter. Die 1. Lage umfaßt Blatt 1—10;die 2.: Blatt 11—18; die 3.: Blatt 19—28 (tatsächlich sind esaber nur 8 Blätter, da die Foliierung von 20 auf 23 über-springt, ohne daß eine Lücke vorhanden wäre); die4.: Blatt29—36; die 5.: Blatt 37—45 (wobei das erste Blatt dieserLage — ohne Textverlust — abgeschnitten ist); die 6.:Blatt 46—55; die 7.: Blatt 56—59; (in dieser Lage ist einDoppelblatt herausgerissen); die 8. Lage umfaßt heute nurnoch 1 Doppelblatt 60—61. Die Foliierung von I bis XXXIist gleichzeitig mit Tinte, die weitere von XXXII bis LXIresp. 61 modern mit Bleistift angefertigt. Bis fol. XIII istdie Handschrift rubriziert.

Die Handschrift ist ganz von verschiedenen Händendes 15. Jahrhunderts geschrieben. Auf der Innenseite desvorderen Umschlages findet sich die nur schwer lesbareEintragung: Ante inchoacionem omnium colloquiorum con-ventualium conventus (debet?) in genubus brevem oraci-

*) Angekauft im Jahre 1908 aus Privatbesitz, in den sie ausdem Eigentum des ehemaligen Antiquariats Kastenholz in Bonnübergegangen war. Wie sie an das Antiquariat gekommen war,ließ sich nicht mehr feststellen.