Einleitung
1. Verzeichnisse von Angehörigen Böddekens.
Die nachstehend abgedruckten Verzeichnisse sind demCopiarium Budicense I, jetzt im Besitze des Freiherrn vonBrenken auf der Erpernburg, l ) entnommen, in dem sie —a auf fol. 18; b auf fol. 19 v bis 22; c auf fol. 18 v ; d auffol. 19 und 23; e auf fol. 12 und 32 — von der Hand desJohannes Custodis aus Valbert 2 ) ursprünglich angelegt,von späteren dann weitergeführt sich finden.
Während die Stellung der Prioren (a) als der geist-lichen Vorsteher des Stiftes und der Fratres canonici regu-läres (b) als der durch ihr Gelübde an das Klosterleben ge-bundenen und zu Sitz und Stimme im Kapitel berechtigtenChorherren kaum eine nähere Erläuterung bedarf, wird esindes angebracht sein, einiges über das Verhältnis derübrigen Gruppen von Klosterinsassen zu der Klosterkom-munität zu sagen. 3 )
Die Laici conversi (c) waren die Laienbrüder, dieohne Priester zu sein, doch in gleicher Weise wie dieChorherren sich durch Gelübde banden und deshalb auchteilweise die gleichen Verpflichtungen wie diese hatten. Somußten sie wenigstens in der Nachtzeit zum Chorgebete in
*) Vergl. nieine „Inventare der nichtstaatl. Archive des KreisesBüren" S. 110 ff. Dieses Kopiar ist weiterhin kurz als Cop. zitiert.
2 ) Siehe unter Kanoniker Nr. 58, S. 14.
3 ) Hauptsächlich auf Grund der Ausführungen von Acquoy,Het klooster te Windesheim I S. 93 ff. und von Grube in den Ge-schichtsquellen der Provinz Sachsen Bd. IQ, S. XII ff.. Ihre Dar-legungen, die für die Gesamtheit der Windesheimer Kongregations-klöster gelten, lassen sich für Böddeken durch einige kleinereMitteilungen, die ebenfalls dem genannten Kopiar zu entnehmensind, ergänzen.