448 Diablerets.
vergrub Wälder , kleine Thäler und fruchtbare Alpwei-den über eine Fläche von einer Q Stunde, und ver-schüttete den Lauf der Liserne, wodurch der 1000 Schrittlange See Derborenze entstand. Die Walliser hielten ehe-dem die Dütblerets für die Vorstadt der Holle, daher ihrName ; und deswegen wurde auch dieses Gebirge exorzisirt.
Geognostische Beschaffenheit. Die Dia-blerets bestehen aus Kalkstein, der mit Thon, auchmit Quarz gemengt ist, und geht deswegen oft in Thon-schiefer , oft in einen sehr harten Sandstein aus grobenQuarzkömern über, alles in Schichten, welche sichnach NW. senken, und mit ihren ausgehenden Schich-ten nach S. schauen und übers Thal Cheville hängen.Ohngefähr 2000 - 2500 F. unterhalb dem Gipfel derDiablerets zeigen sich Bänke voif Sumpfeisen in Kör-nern, Bänke versteinerter Schaaltbiere und Steinkohlen-Hötze *). (S. Bex). Auf der Nordwestseite liegen
grofse Gletscher, deren ungeheure Last und Schmelz-wasser , welche die Thonschiefer - Schichten auflösen,die Hauptursache der häufigen Felsenstürze der Diable-rets zu seyn scheinen.
Pflanzen:
In dem Thal Cheville wächst die seltne Pflanze Astra-galus tragacantha **) sehr häufig; ferner Acer opulifolium.Lilium bulbiferum. Bey Aven\ Colutea arborescens. An-chusa angustifolia. Androsace maxima, und bey dem Che-min neuf' Bhamnus pumila , und viele andere. Zwischen
*) Scheint Kohlenblende zu seyn. E.
Hier scheint l'Heristier's und der Neuern Astr. aristatusgeineynt zu seyn. /{.
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