dauerte einige Tage, und der Staub /log bis Frenierenicht weit von Bex. Unter entsetzlichem Dampf stürz-ten die Felstrümmer 2 St. weit, tödteten 15 Personen,100 Stücke Rind - und viel kleines Vieh, und bedeck-ten eine Quadratstunde; die Bäche wurden aufgehalten,und es entstanden Seen. Unter den Verunglückten be-fand sich ein Bewohner des Dorfes Aven. Bey demAnfänge des Felssturzes war er grade in seiner Senn-Hütte ; ein ungeheurer Steinblock fiel so, dafs er sichüber dieselbe in einen Winkel an den Fufs des Gebir-ges anlehnte. Bald nachher häuften sich Steine undErde über diesen beschützenden Block an, und vergru-ben den Hirten in seiner Hütte; unaufhörlich arbeiteteer an einem Auswege, und nährte sich mit Käse undWasser, welches ihm ein kleines Bächlein von obenzuführte. Endlich kam er nach drey Monaten gegenWeihnachten zwischen den Felstiiimmern an das Tages-licht, welches anfangs seine Augen nicht ertragen konn-ten. Wieder blasse, abgezehrte Mann in seinem Dorfeerscheint, erschrickt das Volk vor diesem Gespenst; manschliefst die Thüren , und der Priester sollte schonden bösen Geist bannen, als der Unglückliche jeder-mann von seinem Leben überführt. Im J. 1749. stürzteWieder ein Theil der Diablerets ein. VorausgehendesGeräusch warnte alle Hirten , die sich mit den Heerdenretteten ; nur fünf Berner , welche sich in einer Sage-mühle 2 St. tiefer befanden, und die Warnung nichtachteten , wurden durch den Steinstrom für immer be-deckt. Dieser zweyte Bergfall zerstörte 40 Sennhütten,
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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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447
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