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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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D I ABLERETS,

antrifft; dann 2 St. mitten durch die Ungeheuern Trüm-

mer der eingestürzten Felsen der Diablerets, in derenMitte der See Derlorenze liegt, in welchen sich dieLiserne stürzt. Die Gestalten und Lagen der Felstrüm-tner sind überaus mannigfaltig; zum Tlieil mit Moosund Gesträuch, zum Theil mit Lerchenbäumen undTannen beschattet , bieten sie viel Romantisches dar.Bey der letzten Brücke über die Liserne stürzt siein einen schrecklichen Abgrund. Hier kommt man aufden sogenannten neuen Weg dicht an der Wand eineshohen Felsen und eines Abgrundes ; die Stelle, Saut duChien genannt, durchdringt mit Schrecken, indem manhier auf einem schmalen Fufswege nahe an dem schwar-zen Abgrund fortgehen mufs. Am Ende dieser furcht-baren Stelle steht die Kapelle St. Bernhard; hinab insDorf Aven, und von hier nach Sitten 3 St. Will mandiesen Weg von Bex bis hieher in einem Tage machen,so mufs man sehr früh aufbrechen; und doch wird esfast zu stark und zu beschwerlich, denn zu Pferdeläfst sich hier nicht reisen.

Felsen stürze. Die Diablerets haben noch dreyHörner; die übrigen sind eingestürzt. Im XVIII. Jahr-hundert geschahen hier zwey merkwürdige Bergfälle.Der erstere ereignete sich im J. 1714. Am 23. Sep-tember hörte man auf der Alp Cheville ein dumpfesGetöse, welches in der Nacht des 24. heftiger wurde,und während 24. Stunden in dieser Heftigkeit anhielt,worauf die Diablerets Nachmittags des 25. Septembersbey heiterm Himmel zu stürzen begannen. Der Sturz

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